Die Figuren der Stars im Bodycheck„Lawrence wirkte pummelig, Theron ist operiert“

© REUTERS

Was für viele Frauen die eigene Hochzeit ist, ist für die Stars die alljährliche Oscar-Verleihung. Bei kaum einem anderen Glamour-Event richten sich so viele Augen auf die Roben der Promi-Damen. Und auch auf ihre Figuren. Das heißt, es steht schon Wochen vorher ein besonderes Fitness- und Ernährungsprogramm auf dem Plan.

Wie hat das wohl bei den Nominierten für die beste Haupt- und Nebendarstellerin ausgesehen? David Wozniak ist unter anderem Vize-Internationaler Deutscher Meister im Bodybuilding. Als Leistungssportler weiß er, welchen Einsatz es kostet, seinen Körper nach Wunsch zu gestalten. Durch seine langjährige Erfahrung als Personal Trainer und Ernährungsberater entwickelte er eine Art Scan-Blick für den menschlichen Körper, um zu analysieren, in welchem Fitness-Modus er sich befindet.

Für AMICA Online hat der Fitnessexperte die Körper der Stars auf dem roten Teppich einem Bodycheck unterzogen.

© DW Personal Training|www.takeitpersonal.de
Jennifer Lawrence:

Sie war mit ihrer Rolle als psychisch angeschlagene Tiffany in „Silver Linings“ eine der Favoritinnen auf den Goldjungen und stolperte überglücklich auf die Bühne, um ihren ersten Oscar entgegenzunehmen.

David Wozniaks Bodycheck: „Die Oscar-Gewinnerin hat vermutlich eine Mischung aus Ausdauer-und Krafttraining absolviert. Sie ist eher ein endomorpher Körpertyp, das heißt sie neigt schnell dazu zuzunehmen. Ihre Veranlagung lässt sich daran erkennen, dass sie im Vergleich zu den anderen etwas pummelig wirkte. Speziell die Arme verraten bei einer Frau immer, wie gut in Form sie ist und zu welchem Körpertyp sie tendiert. Die Ernährung ist wahrscheinlich eher kohlenhydratlastig dafür wenig Fett.“

Am Tag der Verleihung war sogar Nulldiät bei Jennifer Lawrence angesagt, sodass die 22-Jährige ihren ersten Oscar hungrig entgegengenommen hat. „Ich habe vergessen zu essen, es war so stressig daheim und ich hatte keine Zeit“, sagte Lawrence, die als beste Hauptdarstellerin geehrt wurde, vor der Verleihung der Onlineausgabe des „Hollywood Reporter“ .

Als sie im Auto gesessen habe, habe sie plötzlich gedacht: „Ich verhungere.“ Um die vierstündige Show zu überstehen, hätte sie am liebsten auf der Toilette noch schnell etwas gegessen, erzählte sie weiter. US-Medien scherzten, Lawrence sei wohl sehr schwach wegen des Hungers gewesen – und deshalb auf der Treppe gestolpert, als sie ihre Trophäe entgegennahm.

Anne Hathaway:

Zur Oscar-Gewinnerin für die beste Nebenrolle sagt David Wozniak: „Anne Hathaway machte trotz ihrer Gewichtszunahme nach ‚Les Misérables‘ einen sehr filigranen Eindruck. Als Workout-Programm tippe ich bei ihr auf Pilates und Yoga, weil sie nicht viel Muskulatur, dafür aber eine sehr gute Körperhaltung hat – flankiert mit einer vegetarischen beziehungsweise veganen Ernährung.“

© REUTERS
Amy Adams:

Die 38-jährige Schauspielerin war nominiert als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in „The Matter“. Auf dem roten Teppich strahlte sie in einer blau-grauen Bustierrobe von Oscar de la Renta. In Sachen Bodycheck hätte David Wozniak noch ein paar Tipps:

„Sie hat eine sehr schöne Körperform, aber auch mit einer leichten Tendenz schnell zuzunehmen. Sie absolviert meiner Meinung nach viele Cardio/ Ausdauereinheiten. Etwas mehr Krafttraining würde ihr nicht schaden. Mir persönlich fehlt etwas mehr Struktur in der Schulter- und Oberarm -Region. Wenn sie meine Klientin wäre, würde ich ihr deshalb etwas mehr Krafttraining ‚verschreiben‘. Bei der Ernährung tippe ich auf viel Gemüse, fast vegetarisch, wenig Kohlenhydrate.“

Jessica Chastain:

Für ihre dramatische Rolle in „Zero Dark Thirty“ war die schöne Rothaarige in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ nominiert.

„Ähnlich wie Anne Hathaway hat Jessica Chastain einen sehr eleganten Körperbau, hervorragende Haltung, wenig Muskulatur. Die Yoga-Pilates-Fraktion ist zwar schlank, hat aber immer einen etwas höheren Körperfettanteil als diejenigen, die mehr Krafttraining absolvieren. Das verraten bei Chastain die Oberarme. Deswegen tippe ich bei ihr ebenfalls auf Yoga, Pilates und Ausdauertraining. Die Ernährung ist vegetarisch, vegan oder Low Carb.“

Naomi Watts:

Im Tsunami-Drama „The Impossible“ begeistert Naomi Watts an der Seite von Ewan McGregor und wurde dafür mit einer Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin belohnt.

David Wozniaks Bodycheck der drahtigen 44-Jährigen: „Naomi Watts übt vermutlich verschiedene Sportarten aus. Sie hat einen sehr ausgewogenen Körper. Ich denke dass Jogging, Pilates und Kraft- sowie Ausdauertraining für sie infrage kommen. Bei der Ernährung tippe ich auf irgendeine Form von Low Carb.“

Charlize Theron:

Neben den nominierten Schauspielerinnen ist dem Personal Trainer noch Charlize Theron besonders ins Auge gestochen. „Sie ist sehr groß. Das ist mir erst heute aufgefallen. Wahnsinn! Sie hat eine sehr elegante Körperform und ist ein eher ektomorpher Typ. Die meisten ektomorphen Typen entsprechen ihrem Körperbau. Das heißt, sie hat lange Gliedmaßen, eine schmale Taille dafür einen etwas schmalen Schulterstand“, konstatiert David Wozniak.

„Auf der einen Seite ist das gut, weil sie wahrscheinlich Schwierigkeiten hat schnell zuzunehmen. Auf der anderen Seite braucht sie auch deutlich länger, um mehr Muskulatur aufzubauen. Ernährungstechnisch tippe ich auf Low Fat mit einem höheren Anteil an Kohlenhydraten. Des Weiteren ist sie die einzige Dame, die meines Erachtens eine plastische OP im Gesicht hatte. Die Augenpartie wirkte sehr gestrafft.“

Quelle: keko mit Material von dpa
Google-Anzeigen
Auch hier  |  03.03.2013 15:16
Körper bewerten
Diese Sicht auf den menschlichen Körper ist nicht objektiv, sie ist etwas, das man glauben muss, damit es einen Sinn bekommt. Ich persönlich finde diese Perspektive erschreckend, weil sie zeigt, wie wir zu uns selbst stehen. Nicht etwa annehmend und mit sich selbst im Einklang, sondern als würden wir unseren Körper BESITZEN statt er zu SEIN. Diese Haltung ist die Haltung eines Tierzüchters, der die Rassestandarts verfolgt, der an den Körperteilen seines Tieres herumkneift und zerrt und seine ganze Freude aus dem Konkurrenzkampf mit anderes Züchtern zieht. Welches Pferd hat die straffesten Schenkel? SO bewerten manche Menschen sich selbst und andere! Ich hab keine Lust mich vor einen Gruppe von "Preisrichtern" zu stellen und mich messen wiegen und auswerten zu lassen. Ich hab auch keine Lust mehr Menschen ernst zu nehmen, für die das normal ist. Diese Leute, diese Züchter sind ständig beschäftigt mit ihrer kleinen Scheinwelt. Mir reicht das nicht. Aber jeder, wie er es möchte ..

Sandra  |  28.02.2013 17:46
Bedenklich
Ich finde die Kommentare des Personaltrainers ziemlich bedenklich. Immerhin suggeriert er, dass eine ca. 1,79 m große Frau mit einem BMI von schätzungsweise 18-19 sich (wenn auch nur "vergleichsweise") "pummelig" und "zum Dickwerden neigend" vorkommen soll, sofern sie nicht extrem trainierte Arme und ein Sixpack vorweisen kann. Die o.g. Frauen sind alle gertenschlank und sportlich. Hier eine Messlatte anzulegen, was die wohl alles "falsch machen" bei Ernährung und Training, zeugt von einer Vermessenheit. Was sollen da junge Mädchen und Frauen denn von sich selbst denken, wenn schon diese Schönheiten "nicht perfekt" genannt werden?? Ich nehme an, der Personaltrainer meint es gut, ist aber sehr "betriebsblind": Es ist ja bei Bodybuildern auch oft so, wie bei Leuten, die zu oft ins Sonnenstudio gehen. Irgendwann können sie nicht mehr aufhören, immer größere Muskeln, immer mehr hervorstehende Adern und Venen. Evtl hat der o.g. Personaltrainer vergessen, wie eine gesunde Frau aussehen muss

Elke  |  28.02.2013 17:35
Artikel und Titel gelesen?
Lawrence wirkte pummelig, Theron ist operiert Wo bitte steht hier ein Vergleich. Anscheinend hat sich die Redaktion die Mühe gemacht ihre eigenen Artikel zu kommentieren. Wie schön. Ich für meinen Teil finde, solche Artikel grenz wertig, vor allen Dingen in der heutigen Zeit. Wenn dieser etwas anderes meint, dann sollte er es auch anders formulieren. So und jetzt gehe ich mich schämen.

Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar