Körperkult extrem Schlechte Vorbilder

S. 4/6

 

Auch Billy Bob Thornton bekannte sich unlängst zu seiner Anorexie. „Erst wollte ich nur abnehmen, dann wurde es zu einem kleinen mentalen Problem“, das sich nahtlos in die lange Liste seiner anderen mentalen Probleme einreihte wie die panische Angst vor Antiquitäten und die Vorliebe für orangefarbene Lebensmittel. Der hohl- wangige Ethan Hawke wiederum nannte seine Trennung von Uma Thurman mit ersterbender Stimme „die beste Diät, die ich je gemacht habe“.

Überhaupt, Schauspieler. Während Frauen Schlagzeilen damit machen, dass sie für eine Rolle zulegen (Renée Zellweger für „Bridget Jones“, Charlize Theron für „Monster“), schinden Männer Feuilletonzeilen als Hungerkünstler. Christian Bale hat für seine Rolle in „Der Maschinist“ 30 Kilo abgenommen („Ohne diesen physischen Aspekt wäre mein Spiel nicht glaubwürdig gewesen“), Tom Hanks für „Verschollen“ gut 20 Kilo („Nur indem ich von Milchkaffee auf Tee umgestiegen bin“), Tobey Maguire 14 Kilo für „Spider-Man“, Ulrich Matthes acht Kilo für „Der neunte Tag“. Und jedes Mal wird fast reflexhaft mit dem Oscar gewedelt.
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