Ex-Victoria’s-Secret-Model enthüllt Diätwahn„Ich aß nur noch Ananas und Wassermelone“

Hinter der himmlisch strahlenden Fassade der Victoria’s-Secret-Engel tut sich ein teuflisch düsterer Abgrund auf. Das jedenfalls beschreibt Kylie Bisutti. Das Model hatte seine Flügel abgelegt, um sich einem christlicheren Leben zu widmen. Allein diese Tatsache, den durchaus lukrativen Job freiwillig an den Nagel zu hängen, hatte Diskussionen zur Folge. Für noch viel mehr Aufregung sorgt ihr Buch „I’m No Angel“. Der Druck dünn zu bleiben um jeden Preis sei enorm gewesen.

Als 15-jähriges Mädchen ging die Kalifornierin mit großen Hoffnungen nach New York. Im Big Apple hat sie in der Model-WG in der Lower East Side mit vier Kolleginnen sehr dunkle Seiten der Branche erfahren. „Eines der Mädchen, mit dem ich mein Zimmer teilte, war so bulimisch, dass es automatisch alles erbrach, was es aß“, sagte Bisutti im Interview mit „The New York Post“. „Sie weinte sich jede Nacht in den Schlaf, schaute in den Spiegel und dachte, dass sie so fett sei. Dabei war sie spindeldürr.“

Ähnlich erging es Bisutti selbst, die ihren Modeltraum leben wollte. „Ich habe meinen Diätplan auf Haferflocken, Obst und Gemüse reduziert, um den Laufstegerwartungen gerecht zu werden“, sagt die heute 23-Jährige im Interview weiter. Doch das war längst nicht genug. Dabei wog Bisutti bei einer Größe von 1,78 Meter gerade mal 52 Kilo und hatte Maße von 86-60-86.

Als im Februar 2007 die Fashion Week New York anstand, wurde das Model immer noch nicht zu Castings geschickt. Warum? Die knallharte Antwort ihrer Agentin: „Weil du momentan aussiehst wie eine fette Kuh, Kylie. Du musst fünf Zentimeter Hüftumfang verlieren.“ Sie beugte sich dem Magerdiktat. Reduzierte ihren Diätplan noch extremer. „Nachdem ich meine Ernährung sogar nur auf Ananas, Wassermelone und literweise Wasser zurückgeschraubt hatte, zwei Stunden am Tag trainierte, sechs Tage die Woche, fiel ich endlich auf knapp 49 Kilo.“ Damit trudelten die Aufträge ein.

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Die führten Kylie Bisutti unter anderem 2009 auf den Laufsteg von Victoria’s Secret (VS). Dass dieser Walk sowie ein Bademoden-Shooting die einzigen Aufträge für das begehrte Wäschelabel waren, stellte dieses jetzt in einem Statement gegenüber dem „People“-Magazin klar: „Darauf beschränkte sich Miss Bisuttis Engagement für Victoria’s Secret. Sie war nie ein ‚Victoria’s Secret‘-Engel, wie ihn unser Engel-Model-Vertrag definiert.“

Dass das aus dem schmutzig-goldenen Käfig entflatterte Model mit ihrem Buch nicht das Label angreifen will, machte es bereits auf Twitter deutlich: „Ich kritisiere übrigens nicht die Marke VS. Ich kaufe dort immer noch die ganze Zeit ein. Meine Geschichte hat damit nichts zu tun.“ Ihren Körper in Lingerie bekommt allerdings nur noch ihr Ehemann zu sehen.

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Piki  |  02.05.2013 10:06
Welcher Welt?
Claus-F-Dieterle: Dabei darf man nicht unkommentiert lassen, von welchen "Maßstäben" bzw. welcher "Welt" die Rede ist. Selbstbewusst Zitate von vor tausenden von Jahren in die heutige Zeit zu übertragen und widerspruchslos zu vermuten, der Zitierte beziehe seine Sicht auf die Ewigkeit der Menschheit, ist keine Tugend. Das ist Missbrauch.

Claus-F-Dieterle  |  26.04.2013 22:54
Maßstäbe dieser Welt
Kylie Bisutti hatte ihre Victoria s-Secret-Flügel abgelegt, um sich einem christlicheren Leben zu widmen. Richtig, denn in der Bibel steht: Paßt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Römer 12,2

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