Mythos 4 Nur Training in der Fettverbrennungszone ist effektiv

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Die Fakten

Auf fast jedem Laufband oder Stepper ist die Fettverbrennungszone bei 55 bis 60 Prozent des Maximalpulses angegeben, der – siehe oben – ohnehin schon auf äußerst wackliger Grundlage beruht. Der Mythos Fettverbrennungspuls – bei niedriger Belastung verbrennt man am meisten Fett – basiert allerdings auf einem fundamentalen Missverständnis: Zwar stimmt es, dass die Muskeln bei niedrigem Puls prozentual mehr Fett verbrennen, bei höherem mehr die in den Muskeln eingelagerten Kohlehydrate.

Aber bei niedrigem Puls verbrennt man weitaus weniger Kalorien als bei hohem. Der Sportarzt Kurt A. Moosburger stellt folgende Rechnung auf: Bei langsamem Laufen und einer Herzfrequenz von 60 Prozent (ca. 120 bis 130 Schläge in der Minute) liegt die Fettverbrennung bei ca. 70 Prozent, die Glukoseverbrennung bei 30. Der Energieverbrauch liegt bei acht Kalorien pro Minute, davon sechs aus der Verbrennung freier Fettsäuren. Wenn man bei mittlerem Tempo läuft (ca. 150 bis 160 Schläge pro Minute), werden 16 bis 18 Kalorien pro Minute verbrannt, dabei zwar nur noch zu 50 Prozent aus Fett – das macht dann aber trotzdem acht bis neun Fettkalorien pro Minute, also um ein Viertel bis Drittel mehr als bei langsamem Tempo.

Aber das, so Moosburger, sei sowieso egal, denn beim Abnehmen geht es allein darum, mehr Kalorien zu verbrauchen, als zu sich zu nehmen. Aus welchem Topf die verbrannten Kalorien stammen, ist dabei egal: „Wird bei einer intensiven Trainingseinheit vorwiegend Glukose verbrannt, wird nachher umso mehr Fett verbrannt.“ Je härter man trainiert, desto mehr Kalorien verbrennt man. Je mehr Kalorien man verbrennt, desto mehr nimmt man ab.

Das sollten sie tun

Ins Schwitzen kommen. Viele Frauen unterfordern sich systematisch und trainieren immer nur im gleichen Trott bei viel zu geringen Belastungen, um einen Trainingseffekt zu erzielen oder Gewicht zu verlieren. Mischen Sie lange und langsame Workouts mit kurzen und intensiven. Mindestens zweimal die Woche sollten Sie ein Intervalltraining machen: zehn Minuten aufwärmen, dann eine Minute lang Geschwindigkeit oder Schwierigkeitsgrad so hochdrehen, dass Sie leicht außer Atem geraten, danach eine bis drei Minuten bei niedriger Geschwindigkeit erholen; das Ganze mindestens 20 Minuten, dann Cool-down.

Sie können auch längere Intervalle von fünf Minuten Dauer machen, dann aber bei geringerer Belastung. Nutzen Sie auch die Hügelprogramme Ihrer Cardiogeräte. Sie können Ihre Kondition auf Dauer nur verbessern, indem Sie Ihre Wohlfühlzone immer wieder mal verlassen. Und indem Sie Abwechslung in Ihr Programm bringen. Statt immer nur zu laufen oder auf den Stepper zu gehen, schwimmen Sie mal oder benutzen die Rudermaschine. Tun Sie alles, um Ihren Körper immer wieder zu überraschen.
noname  |  05.10.2010, 12:19
Themaverfehlung bei Mythos Nr. 6?
Und wo wird jetzt bitte der Mythos widerlegt, dass Muskeln schwerer als Fett wären? kopfschüttel Sieht aus, als würde niemand Korrektur lesen, bevor online gestellt wird.
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