Medizin-Trend Der Society-Arzt

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© PhotoDisc
Dass er damit selbst zum Star geworden ist, wundert den 1954 in Algerien geborenen Wunderglätter kein bisschen: „Die Leute leben länger und länger, also wollen sie auch länger jung und schön sein.“ Sie müssen sogar. Der Druck, gut auszusehen, wird immer irrsinniger. Nicht nur für seine prominenten Klientinnen, über die Sebagh nicht gern spricht, weil ihn sonst wieder einmal die Agentin einer Hollywood-Schauspielerin anschnauzen würde. Sein Herz gehört dem anderen Teil seiner Klientel: „Den ganz normalen, sehr tollen, aber nicht berühmten 40- bis 50-jährigen Frauen. Sie stehen unter einer neuen Art von Druck, der mit der immens hohen Scheidungsrate zu tun hat. In Paris werden drei von vier Ehen geschieden. Und die Frauen suchen mich auf, weil sie ein neues Leben anfangen müssen. Denn ihr Mann hat eine Jüngere.“

Sebagh hat außer dem medizinischen ein gesellschaftliches Talent. Er fährt Porsche und trägt Dior-Hosen wie Karl Lagerfeld, auf den er sich auch sonst nicht ungern bezieht: „Ich liebe Details, bin als Sternzeichen doppelte Jungfrau. Wie Lagerfeld.“ Er ist bei Kunstevents und Louis-Vuitton-Shop-Openings eingeladen. In seiner Branche tut man so, als würde man dort niemanden kennen. Ein „Hallo“ wäre ein unkalkulierbares Risiko. Seinen Klientinnen will er die Dauer-Diäten ausreden: „Keine Spritze kann die vier Pfund mehr Gewicht ersetzen, die ein Gesicht erst zum Blühen bringen.“
Nager  |  11.10.2011, 13:59
?
Eine wohlfeine Hymne an einen Großen. Wenn man sich jedoch mal im Internet etwas umschaut, liest man ganz andere Dinge: "...auch finde ich es ziemlich bedenklich, wie er ohne einem die chance auf ein nein zu lassen, schnell auf die pelle rückt ..." oder "...Das Ganze ist nur zu empfehlen, wenn man auf der Suche nach einer skurilen Begegnung ist. Als Arzt überhaupt nicht...." also vielleicht doch nicht ganz so rosig.
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