Medizin-Trend Prominente Stammkunden

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© PhotoDisc
Das Sebagh-Modell „Behandle Stars und werde selbst einer“ nimmt auch in Deutschland Formen an. Beispiel Berlin: Im Wartezimmer der Kreuzberger Praxis von Dr. Thomas Minks warten sensible Gemüter auf Linderung. Eine bekannte Schauspielerin döst hinter einer Sonnenbrille. Gleich neben ihr nimmt eine Talkshow-Moderatorin Platz und fragt ungewohnt leise nach ihrem Algentabletten-Rezept. Der Sänger einer deutschen Kultband schlurft herein und krächzt, sein Hals sei entzündet, dabei habe er am Abend ein Konzert. Dann zeigt sich endlich der, auf den sie alle warten. „Promi-Arzt“ hat ihn neulich eine Berliner Tageszeitung genannt, obwohl er mit seiner Abiturientenfrisur eher wie ein großer Junge aussieht. „Guten Morgen!“, berlinert Minks gut gelaunt ins Wartezimmer, und das Wartezimmer strahlt geschlossen zurück. Obwohl alle wissen, dass sie sehr viel Geduld haben müssen, denn Termine gibt es hier nicht.

Minks ist der Geheimtipp unter den Kreativen. Neben der Kreuzberger Nachbarschaft sitzen blockierte Autoren, verspannte Werbetexter, Musiker kommen mit verstopften Nasen, klagen über Vitaminmangel und Erschöpfung, Schauspieler lieben seine Akupunkturkünste. Einige finden sich täglich ein, er strukturiert ihren Tag. „Eine Frau kommt sogar nur, um sich auszuruhen. Die Praxis sei der einzige Ort, an dem sie entspannen kann“, erzählt der Doktor und wundert sich nicht im Geringsten, in Berlin wäre das eben so.
Nager  |  11.10.2011, 13:59
?
Eine wohlfeine Hymne an einen Großen. Wenn man sich jedoch mal im Internet etwas umschaut, liest man ganz andere Dinge: "...auch finde ich es ziemlich bedenklich, wie er ohne einem die chance auf ein nein zu lassen, schnell auf die pelle rückt ..." oder "...Das Ganze ist nur zu empfehlen, wenn man auf der Suche nach einer skurilen Begegnung ist. Als Arzt überhaupt nicht...." also vielleicht doch nicht ganz so rosig.
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