Schönheitsoperationen Auf des Messers Schneide
Das grosse Handbuch der Schönheitschirurgie ist da. Ein faszinierendes Werk, das eine Schlussfolgerung nahe legt: Wenn die chirurgisch Verschönten demnächst die Mehrheit stellen, werden „die Echten“ Kult
Es ist das Geheimnis, das am schärfsten bewacht wird –aber am schlechtesten zu hüten ist: Kaum eine Frau gibt zu, dass sie sich das Dekolleté um mehrere Körbchengrößen erweitern oder die Nase verschmälern ließ. Keine verrät, wie die Nasolabialfalten wirklich verschwunden sind. Stattdessen wird als Grund der wundersamen Verschönerung der viele Sport angeführt oder die zahlreichen Liter Wasser, die sie trinkt – selbst wenn sie aussieht, als trüge sie eine Kabukimaske.Auch in unseren Zeiten der scheinbar unbegrenzten Machbarkeit entfaltet Schönheit ihre volle Wirkung noch immer nur dann, wenn die Illusion von Authenti-zität erhalten bleibt: Michael Jackson hatte offiziell nur zwei OPs, Meg Ryans volle Lippen kommen vom Lipgloss und Melanie Griffith, die von Nahem inzwischen aussieht wie der Joker aus den Batman-Filmen, schiebt ihre Verjüngung auf ihr glückliches Eheleben. Etwas anderes zu behaupten zöge möglicherweise Prozesse nach sich und so scannt man ganz im Stillen die Gesichter der Verdächtigen auf entspannte Stirnpartien, feine Narben in der Lidfalte oder statische Mimik. Oder klickt auf www.awfulplasticsurgery.com.
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