Fitness-Trainer Michael Olajide„Ich liebe Hugh Jackmans Aggression“

von AMICA Online Autorin
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© dpa/Twentieth Century Fox
Hugh Jackman als durchtrainierter Wolverine in der gleichnamigen Comic-Verfilmung.
Seine Karriere als Box-Profi musste Michael Olajide nach einem Unfall und einseitigem Erblinden an den Nagel hängen. Doch Aufgeben passt nicht zu dem gebürtigen Engländer. Stattdessen nutzte er seine Erfahrung aus dem Training und kreierte sein Fitnessprogramm „Punch“, das Elemente von Boxen und Seilspringen vereint.

Im Interview sprach AMICA Online mit dem Personal Trainer von Victoria's-Secret-Engel Adriana Lima über abgemagerte Hollywood-Stars und wem der ehemalige Box-Champion gerne mal zu einer schlankeren Figur verhelfen würde.

AMICA Online: Es ist schon hart, sich jeden Tag aufzuraffen, die Übungen durchzuziehen. Ist Ihre Kundin Adriana Lima immer motiviert zu trainieren?
Michael Olajide:
Das Wichtigste ist einfach, überhaupt damit anzufangen. Eventuell sagt der Körper dann von alleine, dass er mehr will. Mit Adriana gab es in den acht Jahren, seit wir zusammenarbeiten, nur einmal den Fall, dass sie gesagt hat‚ lass uns heute mal ein bisschen langsamer machen‘. Das war dann ausgerechnet der Tag, an dem sie härter trainiert hat, als je zuvor.

Was unterscheidet „Punch“ von anderen Fitnessprogrammen?
Um in Form zu kommen, muss man sich bewegen. Dafür ist „Punch“ ideal: Man kann es in seinem eigenen Zuhause machen, egal ob auf dem Land oder in der Stadt. Dabei kann jeden Tag kann schon ein Fortschritt fest gestellt werden. Das animiert auch den Geist! Ein weiterer Unterschied ist, dass sich „Punch“ auf den Kern richtet: die Koordination, die eigene Kraft, die Balance. Das Wichtigste ist nicht, starke Arme oder Beine zu bekommen. Mit dem Kern beginnen wir und arbeiten uns von dort weiter. Auch Boxer haben im Training diese Ausrichtung auf die Körpermitte, so werden Muskeln gebildet und Fett verbrannt – und etwas Besseres als einen Kämpferkörper gibt es wohl kaum.

[kein Linktext vorhanden]Sie haben auch schon mit Promis wie 50 Cent, Hugh Jackman und Eva Mendes gearbeitet. Was gefällt ihnen an „Punch“?
Mit 50 Cent und Eva habe ich mal gearbeitet. Mit Hugh arbeite ich immer noch zusammen. Er ist einfach ein unglaublicher Sportler. Er ist einer der talentiertesten Menschen, mit denen ich je zusammengearbeitet habe, er versteht alles total schnell - es ist fast, als hätte er ein Gehirn in jedem einzelnen Muskel! Ich glaube, am meisten gefällt ihm, dass „Punch“ auch seinen Geist beansprucht. Und er liebt die Aggression, die es ihm erlaubt, den Körper gehen zu lassen. Als er gerade an „Wolverine“ gearbeitet hat, sagte er zu mir ‚Ich kann mit dir nicht arbeiten, denn ich muss Masse bekommen!‘, dort wurden von ihm enorme Muskelmassen verlangt und durch unser Work-out wurde er schlanker. Aber bei Kampffilmen, zum Beispiel „Real Steel“ oder für seine Broadwayrollen, in denen er sich sehr viel bewegen muss, ist „Punch“ dann wieder genau das Richtige. 

Viele Menschen denken, Stars sind von Natur aus schlank. Sie behaupten hingegen, viele Promis haben sogar einen sehr langsamen Stoffwechsel. Verraten Sie uns dazu mehr?
Ich nenne da ungern Namen, denn manchen dieser Personen wäre das sicher unangenehm. Aber ja, klar! Es gibt einige Promis, die einen solch langsamen Stoffwechsel haben und deren Körper sehr langsam vorankommt. Aber gerade beim Stoffwechsel ist auch vieles erblich bedingt, das lässt sich nicht immer beeinflussen.

© PR
Ex-Boxer Michael Olajide will jedem zum Traumkörper verhelfen. Ob das so einfach geht?
Gibt es denn Promis, die Ihre Hilfe als Trainer nötig hätten?
Oh, ja. Es gibt viele Stars, die sich in ihrem Körper unwohl fühlen. Es ist schwierig, konkrete Personen zu nennen. Aber Kim Kardashian könnte ich mir da gut vorstellen! Es ist tragisch, wie Frauen in den Medien heutzutage dargestellt werden. Sie stehen unter großem Druck, in Form zu sein. Gerade sie als Beispiel: Als frisch gebackene Mutter will man doch die Zeit haben, das Mutterdasein zu genießen. Und dennoch ist sie als Promi ständig dem Druck und der Kritik der Öffentlichkeit ausgesetzt und wird zur Zielscheibe. Nach einer Weile wird jeder selbstbewusst in seinem Körper sein, wenn man das richtige Work-out macht. Aber man sollte nicht immer so auf Menschen herumreiten, die sich wohl in ihrem Körper fühlen.

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