Schlafforschung Ganz locker
Müssen wir uns erst langweilen, bevor wir einschlafen können? Und was bringt ein 20-minütiges Mittagsschläfchen wirklich? Wir haben bei Schlafforscher Jürgen Zulley nachgefragt.
© Stockdisc
Jürgen Zulley: Keineswegs. Entspannung und Schlafen sind physiologisch gesehen zwei völlig unterschiedliche Dinge. Beim entspannten Wachzustand lassen sich im Gehirn so genannte Alphawellen nachweisen, ein deutliches Signal mentaler Entspannung. Im Gegensatz dazu sind Gehirn, Blutdruck und Hormone während bestimmter Schlafphasen hochaktiv. Wenn wir schlafen, ist in unserem Körper geradezu die Hölle los. Nicht jeder, der entspannt ist, schläft ein. Aber niemand schläft ein, der nicht vorher entspannt.
Gibt es nach all den Jahrzehnten Ihres Forschens den einen, ultimativen Tipp, wie man Entspannung herstellt?
Immer dasselbe: aktive Konzentration auf monotone Stimulation.
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