Seltsam aufgeplustertWas hat Madonna nur mit ihrem Gesicht gemacht?

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Madonna mit extrem unterschiedlichen Gesichtszügen im Mai (l.) und Juni (r.) 2013
Eigentlich sollte sich die ganze Welt auf ihr Gesagtes konzentrieren. Doch als Madonna am 1. Juni 2013 beim Charity-Konzert „Sound of Change“ ins Mikrofon sprach, schauten alle verwundert auf das Gesicht der Sängerin. Merkwürdig geschwollen und ganz anders als bei den Billboard Music Awards knapp zwei Wochen vorher sah dieses aus. Dass die 54-Jährige nicht natürlich altert, ahnten ihre Fans schon lange. Bei der Oscar-Verleihung 2007 sorgte sie mit einem verdächtig verjüngten Gesicht für Aufsehen, über die Jahre wurden ihre Wangen immer voller, ihre Stirn blieb glatt wie die einer 20-Jährigen.

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Madonna bei den Billboard Music Awards
Jetzt scheint die „Queen of Pop“ sich wieder einmal auf den Stuhl ihres Beauty-Docs gesetzt zu haben. „Hat sie eine Botox-Allergie?“, fragt ein Fan auf Twitter. Ein anderer kommentiert „Lass dein Gesicht in Ruhe, Madonna!“

Doch warum sieht sie so verändert aus? „Hier ist mit Sicherheit regelmäßig Botox im Spiel“, sagt Dr. Rösken, plastischer Chirurg der Münchner Praxis „Die Ästheten“. „Sonst wäre die Haut nicht so glatt“. Aber das allein erklärt noch nicht ihr extrem rundes Gesicht. „Im Wangenbereich hat Madonna offenbar Volumen aufbauen lassen“, so der Experte weiter. „Das kann durch Implantate passiert sein. Weil das Ganze aber großflächig wirkt, tippe ich auf ein Liquid Lifting mit Hyaluronsäure oder Eigenfett.“ Auch um Kinn und Mund habe sich Madonna wohl die Haut unterspritzen lassen, dieser Bereich sähe sehr homogen aus.

Für ihr Alter habe Madonna nach Einschätzung des Experten insgesamt ein viel zu volles Gesicht. „Bei Frauen ab 45 Jahren sind die Wangen meist eingefallener, vor allem wenn sie so dünn sind, wie der Popstar“, erklärt der Profi weiter. Er erkennt außerdem: Madonnas Lippen sind heute sogar voluminöser als zu Beginn ihrer Karriere.

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Dass die Sängerin Gerüchten zufolge ein so genanntes „Fadenlifting“ des Wangen- und Nackenbereiches hinter sich haben soll, kann sich Dr. Rösken ebenfalls gut vorstellen. Die Methode,  bei der spezielle Fäden mit kleinen Widerhaken durch Nadelstiche eingeführt werden und das Gewebe anheben, bezeichnet er als „elegant“ und als „Korsett unter der Haut“. Der Effekt sei straffend und festigend.

Im Gegensatz zu Madonnas Twitter-Fans findet der Schönheitschirurg das Gesamtergebnis „nicht schlecht gemacht“ und „noch natürlich“. Er macht außerdem Hoffnung, dass die extrem aufgeplusterte Wirkung nachlässt. „Nach Behandlungen mit Eigenfett oder Hyaluronsäure kommt es zu einem Schwelleffekt, der in den zwei bis drei Wochen danach wieder zurückgeht“, so Rösken. Seiner Einschätzung nach kostete Madonnas neues Gesicht mindestens 10 000 Euro. Damit es so bleibt, wie es jetzt ist, muss sie zwei Mal pro Jahr Botox und alle ein bis drei Jahre Eigenfett oder Hyaluronsäure spritzen lassen, die Lifting-Methode verliert nach drei Jahren an Wirkung. Das hört sich nicht gerade nach Ruhe an!



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