Laser-Special Viel Licht, wenig Schatten

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Falten verdampfen, Flecke ausradieren, Besenreiser entfernen – was die neuen Lasergeräte können, wie sie wirken, welche Risiken es gibt. Ein Trendreport.
Text: Margit Rüdiger
© Corbis
Tak, tak, tak ... wie Louboutin-Heels auf Parkett klingt das typische Geräusch in einer modernen Hautarztpraxis: ein Laser bei der Arbeit. Die Geräte gelten als Wunderwaffen für einen perfekten Teint. Tatsächlich lassen sich damit viele Hautschäden korrigieren – bei verhältnismäßig geringen Nebenwirkungen. Laseranwendungen machen in einem ästhetisch-dermatologischen Praxisalltag mittlerweile mehr als die Hälfte der Behandlungen aus.

Doch nicht alles ist ein Laser, was danach aussieht. Laser- und Lichtsysteme werden oft in einen Topf geworfen. Der Unterschied: Die einen basieren auf Energie, die anderen auf Licht. Der echte Laser arbeitet mit einer einzigen Wellenlänge. Seine Energie wird punktförmig gebündelt und in der Haut in Wärme umgewandelt. „Das hat den Vorteil, dass man sehr hohe Energie erzeugen kann. Von Nachteil ist, dass die optimale Zielstruktur sehr eng gefasst ist“, erklärt die erfahrene Münchner Laserärztin Dr. Patricia Ogilvie. Ein Laser, der die braunen Pigmente in der Haut ansteuert, kann Altersflecken entfernen. Einer, der eine rote bzw. blaue Zielstruktur hat, beseitigt störende Äderchen.
© Colourbox.com
Blitzlampen als Wunderwaffe?
Als wahre Lichtgestalten in der Ästhetik gelten hochenergetische Blitzlampen. Sie wurden ursprünglich für Flugzeuge entwickelt, um Leitwerkbedruckungen oberflächenschonend zu entfernen. In der Medizin bezeichnet man die Methode als IPL-Technik (Intense Pulsed Light). Diese Blitzlampen verfügen über ein größeres Wellenlängenspektrum als Laser. Dadurch ist das Zielspektrum breiter angelegt. Bei der Haarentfernung beispielsweise können mit der Blitzlampe auch Braunnuancen erfasst werden, während der Laser nur bei ganz dunklen Haaren optimal wirkt. Außerdem verfügen die Lampen über mehrere Quadratzentimeter Behandlungsfläche pro Schuss. Das erzeugt eine flächige statt einer punktuellen Erwärmung im Gewebe. Die Gefahr von Verbrennungen ist geringer, und zugleich findet eine Verdichtung und Texturverbesserung der Haut statt.

Aber auch Blitzlampen sind keine Alleskönner. „Gerade wenn man tief ins Gewebe eindringen muss wie bei der Behandlung von Besenreisern, braucht man die hohe Energie eines gebündelten Lasers“, erklärt Dr. Ogilvie. Als Fazit lässt sich sagen, dass es für nahezu jedes Hautproblem das richtige System gibt. Daraus ergibt sich aber auch der Umkehrschluss: Hat eine Arztpraxis nur ein einziges Gerät, wird man kein optimales Resultat erwarten dürfen.
skeptiker  |  12.03.2011, 15:44
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