Body & Diäten Ich bin dann mal schlank

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Ab in die Sonne! Wenn nur die Fettpölsterchen nicht wären? Patric Heizmann macht sie schlank ohne Jo-Jo-Effekt. Mit sieben Taten zur Bikinifigur für immer.
Text: Kerstin Kotlar
© Colourbox.com
Bikinifigur und trotzdem Eis essen – eine Wunschvorstellung? Nicht wenn es nach Patric Heizmann geht. Er ist diplomierter Sportmanager und Personaltrainer. Als Ernährungs- und Fitnessexperte beschäftigt er sich seit Jahren mit gesunder Ernährung und effektiver Bewegung, um eine dauerhafte Abnehmmethode anzubieten. Anfang des Jahres Platz Eins stürmte sein Buch „Ich bin dann mal schlank“ auf die „Focus“-Bestsellerliste für Ratgebertitel.

Seine Methode basiert auf weltweiten Forschungen, die herausstellen, dass Fett nicht automatisch dick macht und Eiweiß der sättigendste Nährstoff ist. Außerdem kommen erwiesenermaßen nur wenige der bewegungsarmen Europäer mit großen Mengen Kohlenhydraten gut zurecht. Hier verrät Patric Heizmann, wie sein Acht-Wochen-Plan funktioniert und mit welchen sieben kleinen Schritten Sie direkt anfangen können.
© GU Verlag/ Johannes Rodach
AMICA Online: Sie versprechen mit „Ich bin dann mal schlank“ gibt es kein Scheitern. Was unterscheidet es von anderen Diäten?
Patric Heizmann: Ich bezeichne mich als „kein Mann für die schnelle Nummer!“. Mir geht es um eine neue Lebenseinstellung, eine langsame, aber endgültige Umstellung alter Gewohnheiten. Weil diese Methode so viele Freiheiten lässt, gibt es kein Scheitern im herkömmlichen Sinne. Das Ziel ist, einfach einen Schritt nach dem nächsten zu machen.

Wie funktioniert die Umstellung alter Gewohnheiten?
Nur an einem regelmäßigen Tag pro Woche, dem so genannten „perfekten Tag“, hält man sich an bestimmte Grundregeln. Bald spürt man die Leichtigkeit. Und dann übernimmt man unbewusst die persönlich einfach umzusetzenden Regeln immer öfter in die anderen Tage. Ein sehr motivierender „Automatismus“ setzt sich in Gang.

Welches sind Ihre wichtigsten Ernährungsprinzipien?
1. Mindestens dreimal täglich Essen! Wenig essen macht dick, weil wir damit ein Steinzeit-Überlebensprogramm aktivieren.
2. Vorsicht vor der Naschdemenz: Weißmehl- und zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten lassen keine Fettverbrennung zu. Und meist landet etwas im Mund, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen oder genießen.
3. Dreimal täglich Eiweiß. Es ist der „Supernährstoff“: Er sättigt, erhält Muskeln und baut (satt- und glücklich-machende, motivierende) Hormone auf.
© Colourbox.com
Wie sieht der „perfekte Tag“ aus?
Es gibt keine Verbote. Nur Empfehlungen. Eine Empfehlung lautet: Nach dem Mittagessen reduzieren Sie die Kohlenhydrate deutlich, essen sich dafür aber abends mit Eiweiß und gesunden Fetten satt. Das kurbelt die nächtliche Fettverbrennung an.

Welche Lebensmittel dürfen nicht kombiniert werden?
Achten sollten Sie auf die Kombination von Weißmehl- bzw. zuckerhaltigen mit stark fetthaltigen Produkten. Das ist sicherlich nicht neu. Erfordert aber in der Praxis auch mal einen kritischen Blick in die täglichen Ernährungsgewohnheiten sowie auf die Zutatenliste und Nährwertangabe. Hier verstecken sich viele Überraschungen. Werden Sie zum Ernährungsdetektiv.

Wann ist es der beste Zeitpunkt mit „Ich bin dann mal schlank“ anzufangen?
Sofort! Wenn Sie aber noch wichtige Termine (Hochzeitsgast, Geburtstag, Weihnachtsfeiern etc.) haben, legen Sie schon heute einen festen Starttermin fest. Und erzählen es Ihren besten Freunden, Ihrem Partner, Ihren Kindern. Verpflichtung verschafft einen gewissen Druck.
© GU Verlag/ Johannes Rodach
Wie gehe ich mit beliebten Ausreden „keine Zeit“, „zu müde“ um?
Legen Sie schon weit im Vorfeld genau dafür eine Gegenstrategie parat. Zum Beispiel einen Spruch: „Jetzt erst recht!“. Und dann starten Sie sofort, ohne eine Sekunde darüber nachzudenken. Dressieren Sie den inneren Schweinehund zum freundlichen Begleiter.

Wie klappt das?
Die Aufgabe des Schweinehundes ist es, ihn möglichst mit guten Emotionen zu versorgen. Bisher kannte er möglicherweise einfach keine Alternativen. Schicken Sie ihn sozusagen einen Tag pro Woche auf die „Hundeschule“ (der „perfekte Tag“). Er wird Ihnen dankbar sein, weil Sie seinen Tunnelblick, also nur Essen als Glück, deutlich erweitern.

Mit welchen anderen Leckerlis lässt er sich locken?
Belohnen Sie sich beispielsweise mit Musik hören und nichts tun. Auch Yoga und Wellnessbehandlungen sind gut. DennEntspannung löst Druck und verhindert so übermäßiges Essen aufgrund von Stress.

Leicht zur Bikinifigur? Wie es funktioniert und dass Sie nicht auf Eis verzichten müssen, verrät Patric Heizmann auf der nächsten Seite.
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