Problemzonen statt KalorienzählenDiese Stars trotzen dem Magerwahn mit Pfunden

von AMICA Online Redakteurin
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Wenn Stars über rote Teppiche stolzieren wie scheinbar übersinnliche und perfekte Schönheiten, schreit das nach Minderwertigkeitskomplexem beim Betrachter. Wie erleichternd zu erfahren, dass einige Schauspielerinnen oder Sängerinnen ein paar Pfunde mehr auf den Rippen haben und darüber auch offen sprechen. Mehr noch, ihre weiblichere Figur sogar begrüßen! Das passiert in Hollywood derzeit immer öfter.

Jüngster Fall: Jennifer Aniston. Die hatte sich beim Surfen am Knie verletzt und sagte in einem Interview mit dem US-Magazin „People“ nun: „Ich bin aufgrund meiner Verletzung nicht in der üblichen Form. Aber das ist vollkommen okay. Es ist sogar schön, ein bisschen kurviger zu sein!“ Und der Schauspielerin glauben wir dass sogar. Denn selbst wenn Sie in der Vergangenheit gut trainiert war, gehörte sie nicht zur Size-Zero-Fraktion Hollywoods, sondern sah stets gesund aus.

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Lady Gaga

Ende 2012 hatte Lady Gaga schon eine Diskussion über den Magerwahn in der Show-Branche ausgelöst. Als sie sich bei einem Konzert in Amsterdam freizügig in Netzstrumpfhose zeigte, machte ihre Gewichtszunahme Schlagzeilen. Erst erzählte sie einem Radio-Interview: „Ich bin gerade auf Diät, weil ich rund elf Kilogramm zugenommen habe. Ich fühle mich deshalb nicht wirklich schlecht, nicht einmal eine Sekunde lang. Ich muss ständig auf Diät sein. Weil meine Show wirklich hart ist, bekomme ich Muskeln, das mag ich nicht. Daher versuche ich eine neue Balance zu finden.“ Später setzte die Sängerin sogar noch einen drauf und postete Unterwäsche-Fotos von ihrer neuen Figur bei Facebook mit dem Zusatz „Ich hatte Bulimie und Magersucht, seit ich 15 war“. Außerdem schrieb sie: „So bin ich. Und ich bin stolz, egal welche Größe ich trage.“


Andere berühmte Frauen haben ihre Angst vor Kohlenhydraten längst abgelegt. Sie haben lieber ein paar Pfund mehr auf den Rippen und sind glücklich, anstatt ständig hungern zu müssen.

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Christina Aguilera

Für ihre Jo-Jo-Figur ist Christina Aguilera bekannt. Zu ihrem ersten Hit “Geenie in a bottle” im Jahr 1999 tanzte die heute 31-Jährige noch als schmales Mädchen. Später, vor allem nach der Geburt ihres Sohnes Max im Jahr 2007, zeigte sie sich aber immer wieder mit deutlich runderer Figur. So kurvig wie bei der Verleihung der ALMA Awards am 16. September 2012 hatten wir sie bislang jedoch noch nie gesehen. Eine hautenge schwarze Spitzenrobe betonte ihren Körper, sie präsentierte den Kameras selbstbewusst ihren Po. “Tatsächlich war es schon immer meine Herausforderung dünn zu sein”, sagte die Sängerin in der September-Ausgabe des US-Magazins “Lucky”. “Jetzt liebe ich es einen Hintern zu haben und offensichtlich auch, mein Dekolleté zu zeigen.”

Auch einen Ratschlag für andere Frauen jenseits von Kleidergröße 34 hat sie parat: „Hey, wenn du es meistern und zu deinem Vorteil machen kannst, wird dein Selbstbewusstsein alles überstrahlen.“

Christina Aguileras Selbstbewusstsein hat jedenfalls schon einige Angriffe überstanden. Denn in den Medien, und sogar von Kollegin Kelly Osbourne als „fett“ beschimpft, wehrte sie sich bei einer Pressekonferenz im Januar dieses Jahres. „Ich bin schon lange in diesem [Geschäft]. Als ich 17 Jahre alt war, kam ich groß raus“, erklärte sie. „Man kann nie zu viel von irgendwas sein. Nie zu perfekt, zu dünn, zu kurvig, erotisch, dies und das. Ich bin schon auf allen Seiten dieses Spektrums aufgetaucht, genau wie jede andere Frau in diesem Business. So lange ich mich in meiner Haut wohlfühle, ist das alles was ich brauche.“ Außerdem liebe ihr Freund Matthew Rutler ihren heutigen Körper genau wie sie selbst. Das einzige, was für sie zähle, so Aguilera weiter, sei sowieso, dass ihr fast vier Jahre alter Sohn Max gesund und glücklich sei.

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Kim Kardashian

Auf ihren “Booty” war Kim Kardashian immer sehr stolz, galt als weibliche Vorzeigefigur. Doch aus Liebe zu Starproduzent Kanye West, verlor sie innerhalb einer Woche rund drei Kilogramm an Gewicht. Womit der Reality-TV-Star nicht gerechnet hatte: Der Musiker war gar nicht glücklich darüber, dass sie abgenommen hatte. Schließlich hatte er sich im April 2012 in die Kim mit mehr Pfunden verliebt. „Kanye liebt ihre Kurven und hat ihr mehrfach gesagt, dass sie nicht zu dünn werden soll”, sagte ein Insider gegenüber dem “Ok Magazin”.

Dass sie nie “eines dieser dürren Mädchen” werden wird, weiß die 31-Jährige selbst. Das zumindest sagte sie gegenüber dem Magazin “Closer”. „Seit ich meinen Körper akzeptiert habe, fühle ich mich so viel besser“, fügte sie hinzu. Trotzdem arbeitet sie hart daran, diesen straff zu halten. Laut eigener Angaben geht sie fast täglich ins Fitnessstudio.

Dass sie früher viel Fast Food auf dem Weg mitnahm, ist für sie heute keine Ausrede mehr. Es gebe schließlich viele Schnellrestaurants, die gesunde Alternativen böten. Wenn sie mit Kanye West allerdings zum Abendessen geht, ist alles auf der Speisekarte erlaubt. „Dann esse ich was ich will“, so der Reality-TV-Star. „Man verschwendet sein Leben damit, Kalorien zu zählen.“

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Adele

Können Sie sich vorstellen wie Sie sich fühlen würden, wenn eine Modeikone öffentlich Ihren Körper kritisiert? Wahrscheinlich nur schwer. Sängerin Adele aber hat das sprichwörtlich am eigenen Leib erfahren, als Karl Lagerfeld sie im Februar 2012 als „ein bisschen zu fett“ beschrieb.

Empörungen und eine Entschuldigung des Designers folgten. Kurze Zeit später sprach Adele in einem CBS-Interview selbst über ihre Figur. Angeblich spüre sie trotz der medialen Aufmerksamkeit keinen Druck „super-zierlich“ sein, oder freizügige, hypersexy Klamotten tragen zu müssen. „Selbst wenn ich einen ‚Sports Illustrated‘-Körper hätte, würde ich immer noch elegante Sachen tragen“, sagte sie.

Gegenüber dem Online-Auftritt der britischen Zeitung „The Sun“ lästerte die 24-Jährige sogar über freizügige Kolleginnen. Denn wenn sie sich in ihren Musikvideos bis auf die Unterwäsche ausziehen, vermitteln sie ihrer Meinung nach den Fans ein falsches Bild. „Ich habe sie aus der Nähe betrachtet und die sehen nicht mal so aus!“, erklärte die Britin.

Jungen Frauen, die mit Bildern von unnatürlich dünnen Models bombardiert werden, rät sie, genau in sich hineinzuhören. „Zuerst sollte man mit sich selbst glücklich und für seinen eigenen Körper dankbar sein“, so Adele im TV-Gespräch mit CBS. „Erst dann kann man versuchen etwas an sich selbst zu ändern.”

Jennifer Lopez

Angeblich ließ sie sich ihr Markenzeichen, einen üppigen Po, für 27 Millionen Dollar versichern. Und wer sich kritisch über Jennifer Lopez volle Figur äußert, muss sich auf einen Rückschlag gefasst machen. Wie sie im letzten Jahr gegenüber Kollegin Jane Fonda in einem speziellen Interview für die US-„Glamour“ verriet, hat die Sängerin sogar schon einmal ihren Manager gefeuert, weil er sie zu einer Diät bewegen wollte.

„Ich war einfach so wütend, dass mir jemand sagte, ich sollte auf keinen Fall zunehmen – weil ich weit weg davon war wirklich dick zu sein”, erzählte die Sängerin. „Das war so fies und engstirnig.“ Sie habe ihrem Manager entgegnet: „Nein, so bin ich und so ist der Typ Frau, mit dem ich aufgewachsen bin. Es gibt keinen Grund eine andere sein zu wollen als ich selbst.“

Heute fühlt sich die zweifache Mutter nicht mehr unter Druck, bestimmte Maße haben zu müssen. „Nein, ich spüre davon nichts“, sagte sie. „Ich glaube die Leute wissen es jetzt besser.” Dann fügte sie hinzu: „Momentan fühle ich mich großartig."

Christina Hendricks

Früher arbeitete Christina Hendricks als Model. Doch als sie für Jobs in Italien war, gab sie sich dem Genuss hin. „Ich trank jeden Tag Cappuccinos. Dann legte ich meine Klamotten vor dem Spiegel ab und dachte ‘Oh, ich sehe aus wie eine echte Frau’”, erzählte sie gegenüber dem Magazin „Health“. „Ich fühlte mich schön und habe nicht versucht an Gewicht zu verlieren, weil ich es so liebte.”

Doch die Modelagenturen waren von ihrer neuen Figur weniger begeistert. „Sie wollten, dass ich vier bis neun Kilogramm abnehme, aber ich sagte ‚Das ist knochig – das kann ich nicht‘“, so die heute 37-Jährige.

Zu Schulzeiten war die Schauspielerin laut eigener Angaben immer sehr dünn gewesen, hatte Ballett getanzt. Trotzdem sehnt sie sich nicht nach dieser Zeit zurück, sondern stellte nüchtern fest: „Wenn man älter wird, verändert sich der Körper. Ich habe versucht jede Entwicklungsstufe mit offenen Armen zu begrüßen.“

Trotzdem macht es den “Mad Men”-Star verrückt, dass ihre Sanduhr-Silhouette ständig im Fokus steht. „Wenn alle immer über deine Figur reden, wirst du nervös und unsicher“, verriet sie dem „New York Magazine“. „Ich habe mir für die Dreharbeiten zur Serie den Hintern aufgerissen und am Ende ging es doch wieder nur um meine Figur.“

Kurvige Stars - Seite 2

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