Gefährlicher KörperwahnMenschlicher Ken riskiert sein Augenlicht für den Traumkörper

Justin Jedlica hat in seinem Leben nur einen Wunsch: Er möchte der perfekte Mann sein. Sein Vorbild dafür ist die männliche Barbie-Puppe Ken. Der 34-Jährige unterzog sich mehr als 190 Eingriffen, um „zu 100% aus Plastik“ zu sein, wie die „Daily Mail“ berichtet. Bei seiner letzten Schönheits-Operation war er sogar bereit, sein Augenlicht aufs Spiel zu setzen.

Venen durch das Auge ausgebrannt

Mithilfe eines extrem gefährlichen Eingriffs wollte sich Jedlica Venen aus der Stirn entfernen lassen, damit diese beim Lachen nicht mehr hervorstehen. „Ich nannte sie meine ‚Julia Roberts‘ Venen“, so Justin zur „Daily Mail“. „Es war eine hochriskante Prozedur und es bestand die Möglichkeit, dass ich dabei erblinde. Die Ärzte mussten durch mein Augenlid die Venen ausbrennen.“

Jedlica soll bereits mehr als 220.000 US-Dollar in die plastische Chirurgie investiert haben. Während ihm die Medien Narzissmus und krankhaften Körperwahn vorwerfen, sieht sich der Amerika eher als Künstler, dessen Leinwand sein eigener Körper ist.

© Facebook/Justin Jedlica, Valeria Lukyanova
Barbie und Ken: der Amerikaner Justin Jedlica und die Ukrainerin Valeria Lukyanova
„Ich wollte Flügel auf dem Rücken tragen.“

„Für mich ist plastische Chirurgie eine Bereicherung meiner Kreativität“, sagt die menschliche Puppe. „Ich genieße den Ruf, einer der weltgrößten Chirurgie-Junkies zu sein und ich liebe es, Grenzen auszureizen. Aber ich habe noch einen weiten Weg vor mir, bis ich sagen kann, zu 100% aus Plastik zu sein.“

Erst kürzlich ließ sich der lebendige Ken selbstentworfene Implantate in den Rücken einsetzen, um seinem Bild der perfekten Puppen-Ästhetik näher zu kommen. „Ich habe den Eingriff so geplant, dass ein großes Implantat unter dem Muskel und zwei kleinere darüber eingesetzt werden. Ich wollte damit den Effekt erzielen, Flügel auf meinem Rücken zu tragen.“

Auf die gleiche Weise solle die plastische Chirurgie ihm in den nächsten Jahren auch zu einem künstlichen Quadriceps, also einem vierköpfigen Oberschenkelmuskel, und zu wohlgeformten Waden verhelfen. Bislang trägt er Implantate im Gesäß, Bauch, Bizeps und Trizeps.

Mit chirurgischen Eingriffen zur perfekten Puppe

Von seiner weiblichen Kollegin, der „Human Barbie“ Valeria Lukyanova, ist Jedlica übrigens nicht sonderlich begeistert. „Ich verstehe sie nicht. Und ich verstehe nicht, warum Menschen sie für interessant halten“, soll Jedlica gegenüber dem Magazin „GQ“ verrten haben. „Sie hat Extensions in den Haaren. Sie trägt Make-Up. Sie täuscht nur vor.” Es scheint, als seien Valerias Schummeleien nicht „echt“ genug für den menschlichen Ken.

 

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