Gendefekt und GeschlechtsumwandlungNormal ist für diese Supermodels langweilig

© American Apparel
Jacky O'Shaughnessy: Als junges Mädchen hatte sich Jacky O'Shaughnessy schon mal bei einer Modelagentur beworben. „Die haben gesagt, dass ich mir meine Nase richten lassen und fünf Kilo verlieren muss“, erzählte sie in einem Interview mit „Prevention“. „Das wollte ich mir nicht antun.“

Heute darf sie so sein, wie sie will - und ist trotz ihrer 62 Lebensjahre ein erfolgreiches Dessousmodel.

Mit ihrer Wäschekampagne für das Label American Apparel machte sie Schlagzeilen. Besonders, weil das Modehaus sonst eher auf blutjunge Models in sexy Posen setzt. Mit O'Shaughnessy ging man nun also einen ganz anderen Weg. „Die Fotos waren befreiend“, so O'Shaughnessy gegenüber „Prevention“. „Ich dachte überhaupt nicht darüber nach, wie ich aussehe.“ Von diesem außergewöhnlichen Model wollen wir auf jeden Fall noch eine Menge mehr sehen!

Diandra Forrest: Als Kind wurde sie wegen ihres Äußeren übelst gehänselt, jetzt lief sie bei der Pariser Show von Jean Paul Gaultier über den Runway. Diandra Forrest schreitet wie eine Gazelle, hat die typische schlanke Modelfigur - und sie hat Albinismus. Will sagen: Ihre Haut ist weiß, ihr Haar ganz hellblond. Und das, obwohl sie eigentlich Afroamerikanerin ist.

„Ich wuchs in einer Gegend auf, wo alle dunkler waren“, erzählte sie in einem Interview mit dem „WestEast Magazine“. „Sie haben das weder akzeptiert noch verstanden.“

Heute liebt sie ihren Look und geht ganz locker mit ihrem Anderssein um. „Es macht mir überhaupt nichts aus, wenn mich jemand Albino nennt. Das ist viel besser als 'Casper' oder 'weißes Mädchen'.“ Vielleicht ist es ein bisschen auch diese Coolness, wegen der sie es nicht nur auf die Pariser Modewoche geschafft hat, sondern auch in die „Women's Wear Daily“ und ein Musikvideo von Beyoncé.

 

© Facebook/Debbie van der Putten
Debbie van der Putten:  Im Alter von 19 Jahren verlor Debbie van der Putten einen Arm bei einem Autounfall. Von einer Modelkarriere abgehalten hat sie das nicht. Sie hat schon in New York, London, Amsterdam oder Kapstadt vor der Kamera gestanden. „Ich bin behindert und stolz darauf“, schreibt van der Putten in ihrem Blog.

Sie nahm an einer Miss-Wahl für Körperbehinderte und an einer Model-Castingshow teil. Eine Basis, die sie schließlich sogar in die „Elle“ und in den „Playboy“ brachte.

Mit diesen Erfolgen ist die schöne Holländerin aber nicht zufrieden. „Ich will ganz nach oben“, sagt sie. „Ich will die behinderten Mädchen da draußen repräsentieren und ihnen helfen, sich wieder schön zu fühlen. Die Worte 'behindert' und 'Schönheit' sollen eine neue Bedeutung bekommen.“



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Normal ist für diese Supermodels langweilig