Frisuren-Trends Herbst/Winter 2013Pixie- schlägt Under-Cut: Haare werden erwachsen

Bodenständig, unaufgeregt und ein bisschen erwachsener, so beschreibt der Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks die Frisuren-Mode für die anstehende Herbst-Winter-Saison 2013/14. Kurzhaarschnitte dominieren die Trends und offenbaren einen Sex-Appeal der erwachsenen Art: Entweder stark gestuft und mit viel Struktur wie beim modernisierten Pixie-Cut oder kompakt mit grafischen Akzenten für einen avantgardistischen Short-Cut.

Natürlich und unaufdringlich lautet die Devise, weshalb auch der Under-Cut von der modischen  Bühne verbannt wird. Farbliche Nuancen wie sattes Mittelbraun und Kupferrot greifen stattdessen die natürliche Farbenpracht des Herbstes auf, sich ständig verfeinernde Schnitttechniken sorgen für die nötige Frische und Dynamik auf dem Kopf. Pointiert gesetzte Kürzungen am Hinterkopf bauen Volumen auf, welligen Strukturen wird mit der Mikro-Cut Technik zu mehr Sprungkraft verholfen.

Auch ein Trend im Herbst und Winter 2013/14: Extensions! Neue Haar-Beschaffenheit und optimierte Tape-Verfahren sollen absolut natürlich wirken und mit dem Eigenhaar verschmelzen – behauptet zumindest der Verband der deutschen Friseure. Bei den Friseuren von Vidal Sassoon erlebt der schulterlange Bob ein Revival. Ob klassisch, rund nach innen gebürstet oder sogar asymmetrisch -  Bob is back! Auch der seitliche Pony, ob ausladend ins Gesicht gekämmt oder locker zur Seite, ist und bleibt in der kalten Jahreszeit Trend.

Für Frauen, die sich nicht von ihren langen Haaren trennen möchten, hat Sam McKnight, internationaler Top-Stylist von Pantene Pro-V, die Lösung, die immer geht. „Glänzendes, geföhntes oder geglättetes Haar in einem lässigen Look“, erklärt er einen seiner Trend-Looks, „so wie man es häufig bei jungen Mädchen sieht, die in Eile sind. Sie ziehen einfach ihre Jacke über, ohne das Haar herauszuziehen und schon sind sie weg.“ Dieser einfache, klassische Haar-Style für lange, glatte Haare ist absolut alltagstauglich, denn das Styling wirkt edel und ist doch unkompliziert. Für alle, die das wärmende Haar gern in Kopfnähe spüren.

Und trotz aller Natürlichkeit und allen Understatements - ein bisschen Punk darf auch in dieser Saison nicht fehlen. „Punk Couture“ nennt McKnight seinen entschärften Lässig-Look, den er für Moschino kreierte. Den Pferdeschwanz zu einem Dutt aufdrehen, mit Haarnadeln feststecken und lässig zerzaust ein paar Strähnen herausziehen - fertig. Wer es eleganter mag, bleibt einfach dem klassischen Pferdeschwanz treu. In dieser Saison ist der besonders angesagt mit kunstvoll geschwungener Welle über die Schulter gelegt und erinnert an die Swingin' Sixties.