HaartrendsDie Rückkehr der Pony-Frisuren

von AMICA Online Redakteurin
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Was passiert, wenn sich ein Topmodel beim Blick in den Spiegel langweilt? Richtig, die Haare müssen ab. Am besten sofort. Deshalb griff Stil-Vorbild Kate Moss an einem Oktoberabend 2010 kurzerhand selbst zur Schere und schnitt sich einen Pony.

Wieder einmal. Denn schon 2007 hatte sie der Pony-Frisur zu einem absoluten Hype verholfen. Damals wurde sie ihr allerdings von Star-Stylist James Brown verpasst.

Ob sich die anderen Promis drei Jahre nach dem großen Haartrend Kate Moss zum Vorbild nehmen? Mag sein. Fest steht: Immer mehr VIPs, darunter Olivia Wilde und Sandra Bullock, zeigen sich seitdem mit Stirnfransen. Mit überaugenbrauenlangen Stirnfransen genau genommen.

Das dänische Topmodel Freja Beha Erichsen musste allerdings nicht bei Kate Moss spicken. Sie selbst machte diesen Haarschnitt zum „Ich bin cool“-Statement: Ein fransiger XL-Pony und Tattoos gehören seit Jahren zu den Markenzeichen des Modeszenen-Lieblings. Der „Erichsen“ wird wegen seines Potentials sogar bereits als neuer „Aniston“ gehandelt.

© Mercedes-Benz Fashion Week
Ein fransiger Pony ist das Markenzeichen von Übermodel Freja Beha Erichsen. Gut zu sehen war ihre Trendfrisur etwa bei der Show von Hugo Boss, während der Fashion Week in Berlin.

Wir haben Carsten Thieltges, Inhaber des Salons „Gloum“ in München, zu den aktuellen Schnitten, den besten Pony-Stylings und der Wirkung eines Ponys befragt.

AMICA Online: Herr Thieltges, wem steht ein Pony à la Kate Moss und Freja Beha Erichsen?
Carsten Thieltges:
Diesen Haartrend können Frauen jeden Alters mitmachen. Er verjüngt sogar, da er Stirnfältchen verdeckt und frisch sowie jugendlich wirkt. Auch steht er vielen verschiedenen Typen. Nur wer eine verkürzte Stirn oder ein sehr rundes Gesicht hat, sollte darauf verzichten.

Kann man einen derart fransigen Look auch bei dicker Haarstruktur kreieren?
Ja, denn generell ist der Pony-Look unabhängig von der Struktur. Bei dickeren Haaren können die Ponypartien lässiger verdünnt und somit fransig geschnitten werden. Bei feineren Haaren entstehen die Stirnfransen eher durch das Styling.

Wie lässt sich eine harte „Balken“-Optik vermeiden?
Kanten werden durch das so genannte Pointen mit der Spitze der Schere verhindert. Außerdem sollten die Eck- und Endpartien beim Schneiden abgerundet werden.

© PR
Hair-Stylist Carsten Thieltges

Wie stylt man eine Pony-Frisur am besten?
Für einenen natürlichen Fall von oben fönen, fransig zurechtzupfen und mit ein bisschen Haarspray fixieren. Frontal gefönt zerfleddert das Haar und trocknet aus. Auch von kleinen Rundbürsten ist abzuraten. Die produzieren nämlich schnell einen „Frontspoiler“.

Und wie sollten die restlichen Haare mit Pony gestylt sein?
Ob in Wellen gelegt, zum Pferdeschwanz zusammengenommen oder sleek – die Styling-Varianten der Haare zum Pony sind unerschöpflich. Bitte nur darauf achten, dass der Volumenunterschied zwischen Deckhaar und Stirnfransen nicht zu groß ist. Ein flacher Pony zum auftoupierten Deckhaar wirkt zum Beispiel merkwürdig.

Wie pflegeleicht ist der Pony ansonsten?
Ein Pony muss leider häufig nachgeschnitten werden, da gerade bei der XL-Version schon nach einer Woche Längenunterschiede deutlich werden. Gute Friseure bieten ihren Kunden darum terminfreie und kostenlose Ponykorrekturen an.

Friseursalon Gloum

Rumfordstraße 37 – 80469 München

Telefon: 089 / 269 491 02

E-Mail: carsten@gloum.de