HaareKoloration vs. Tönung

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Koloration und Tönung?

Kolorationen decken graues Haar zu 100 Prozent ab und färben bis zu drei Nuancen heller. Der Handel kennzeichnet diese Produkte mit dem Hinweis „Level 3“. Da eine Koloration die natürliche Haarfarbe dauerhaft verändert, muss die Schuppenschicht des Haares mit einem Quellmittel „geöffnet“ werden. So können einerseits die Farbbestandteile ins Haar eindringen, andererseits werden natürliche Pigmente mit Hilfe von Wasserstoffperoxid abgebaut und der Färbeprozess gestartet.

Intensivtönungen dagegen („Level 2“) können nur eine Nuance aufhellen und einen Grauanteil von 50 Prozent abdecken. Sie öffnen das Haar ebenfalls, ihre Farbstoffe entwickeln sich jedoch nicht erst auf dem Kopf, sondern sind bereits im Färbemittel drin und ziehen unterschiedlich stark ins Haar ein. Die Pigmente waschen sich nach etwa 20 bis 30 Haarwäschen aus.


Meine Haarfarbe ist zwar schön, aber matt …

In diesem Fall sind leichte Tönungen („Level 1“) ideal. Sie hellen weder auf, noch decken sie graues Haar ab – aber sie lassen den Grundton leuchten. Die Farbstoffe verankern sich in der äußeren Schicht des Haares und waschen sich nach sechs bis acht Wäschen aus. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch Pflegeserien mit Farbpigmenten (z.B. „Colour Expressions“ von Pantene).


Was kann beim Färben schief gehen?

Sicherheitshalber die Farbe vorher an einer Strähne testen. Ist das Ergebnis unregelmäßig oder zu intensiv, könnte das Haar kaputt sein. Spezielle Kuren helfen, die spröde Struktur auszubessern. Der Grund für blasse Testergebnisse können Silikone aus Glanz-Stylingprodukten sein, die den Haarschaft versiegeln. Die Lösung: einen Tag vor dem Färben ein intensives Peeling- oder Anti-Fett-Shampoo benutzen. Färbt der Profi im Salon, dürfte es keine Unfälle geben, wer dennoch unglücklich mit dem Ergebnis ist, sollte auf einer Nachbesserung bestehen.