Haarfarben-Trends 2012Stars lieben Regenbogen-Optiken und Dip-Dyes

von AMICA Online Redakteurin
Alle Infos zu Veronika: oder folge mir auf
Stars mit bunten Haarspitzen
Stars mit bunten Haaren

Letzten Sommer poppte er auf: der Trend mit den Pop-Farben im Haar. Statt natürlich gesträhnt, sahen die Spitzen der Stars plötzlich aus wie in Farbe getaucht. Seitdem tragen Kate Bosworth, Nicole Richie, Coco Rocha oder Selena Gomez gerne Knalliges mit Farbverlauf in ihren Haarlängen. „Früher waren Highlights gefragt, dann natürliche, mit Painting-Technik gesetzte Strähnen“, beschreibt Carsten Thieltges die Look-Evolution. „Daraus entwickelte sich die Ombré-Optik mit tiefen, wie herausgewachsen wirkenden Ansätzen. Seit letztem Sommer strahlen die einst hellen Spitzen in Bonbontönen.“

Der Münchner Star-Friseur weiß auch, wer diesen Hype auslöste. „Mit verrückten Stylings, Frisuren und Haarfarben führten Lady Gaga und Rihanna das Frauenideal ad absurdum“, so Thieltges. Cool sei nun nicht mehr das klassisch Schöne, sondern das Besondere. Und da sehr viele Trends parallel existierten, müsse man sich viel einfallen lassen, um aufzufallen.

Aber der Inhaber des Salons „Gloum“ begründet den Wunsch nach bunten Haaren auch durch den Zeitgeist: „Wie wir schon durch den Colour-Blocking-Trend in der Mode gesehen haben, besteht ein unglaubliches Seelenbedürfnis nach starken Farben.“

Gute Laune für den Kopf gibt es in verschiedenen Variationen. Beim so genannten „Dip Dye“, taucht der Experte nur die untersten Zentimeter in die Koloration, bei bunten Strähnen werden die Haare mit einem Pinsel bearbeitet. Neueste Variation: ein Regenbogen-Look mit drei bis fünf verschiedenen Farben im Haar, gesehen zum Beispiel an Hayden Panettiere.

© PR
Hair-Stylist Carsten Thieltges

„Bei allen Styles werden direktziehende, physikalische Farben verwendet, die nicht in das Haar einziehen“, erklärt Carsten Thieltges. „Sie haben keine aufhellende Wirkung und behalten maximal eine Woche lang ihre Leuchtkraft.“ Wer dunkle Haare hat, muss diese also vorher chemisch blondieren lassen. „Die Basis würde ich im Friseursalon machen lassen und dort Farben zum Nachcolorieren kaufen, weil der Spaß sonst sehr teuer wird“, so der Experte. Die Erstbehandlung kostet seinen Angaben nach rund 80 bis 120 Euro, die Farbe für Zuhause um 20 Euro.

Wie Thieltges beobachtet hat, sind vor allem junge Kundinnen Fans des bunten Looks. Über dessen Zukunft ist er sich jedoch noch nicht sicher. „Entweder wird sich der Trend umkehren und einen natürlichen Gegentrend hervorrufen“, prognostiziert der Coiffeur, „oder noch extremer werden.“