Anti-Aging All in one & Produktkriterien

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© Keith Schofield

Gibt es eine All-in-one-Lösung für alle Hautpartien?

Nein, denn am Hals, Dekolleté oder in der Mund- und Augenregion ist die Haut besonders dünn und empfindlich und braucht daher spezielle Pflegeprodukte. Außerdem kann man Tagescremes nicht ohne Weiteres in der Nacht verwenden. Oft enthalten sie einen Lichtschutzfaktor, der im Dunkeln natürlich überflüssig ist und die Haut eher belastet. Die Wirkstoffe für die Nachtpflege hingegen haben eine andere Intensität, um die Regenerationsphase der Zellen während der Schlafenszeit optimal zu unterstützen.
© Jens Mauritz

Was können die neuen Cremes?

Sie reparieren nicht nur Schäden, sondern beugen auch einer vorzeitigen Hautalterung vor. Wirkstoffe aus der Medizin wie Folsäure und Kreatin wurden für die Kosmetik neu entdeckt. Sie bekämpfen die Zeichen der Hautalterung direkt im Zellkern. Indem sie die DNA schützen und stärken, kommt es zu einer besseren Regeneration der Zellen. Die Haut wird straffer und selbst tiefere Falten werden gemildert.

Welche Kriterien muss ein Produkt erfüllen, bevor es auf den Markt kommt?

Bis aus einer wissenschaftlichen Erkenntnis ein wirksames Kosmetikprodukt entsteht, ist erst einmal viel Geduld erforderlich. „Bei der Tagespflege ‚Oxygen Power‘ beispielsweise hat es von der ersten Idee bis zur Marktreife vier bis fünf Jahre gedauert“, bestätigt Dr. Thomas Blatt von der Beiersdorf-Forschung.

Der Grund: Zunächst werden die einzelnen Inhaltstoffe zahlreichen Testreihen unterzogen. „Jeder Wirkstoff ist eine Diva, die sich entfalten will, deshalb vertragen sich nicht alle in einem Cremetopf“, erklärt Dr. Maria Langhals, Leiterin der Produktentwicklung Gesichtspflege. Anschließend folgen weitere Untersuchungen im Labor und in Verträglichkeitsstudien mit freiwilligen Probanden.

Erst nachdem ein Produkt nachweislich alle Ansprüche erfüllt und sich gut anfühlt, kommt es in die Läden.
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