Anti-Aging Entfalten Sie sich!

S. 1/5

 

Sie kommen über Nacht und plötzlich sind sie da: die Falten auf der Stirn, um Augen und Mund. Die Wangen sind nicht mehr so straff, die Kinnkontur erschlafft.
Text: Dagmar Haas-Pilwat
© Kanebo
Ab Mitte 20 baut die Haut ab. Aber deshalb gleich zum Unterspritzen oder gar unters Chirurgenmesser? Dann doch lieber cremen: Unblutig ohne Skalpell und Injektion probt die Kosmetikindustrie die sanfte Lösung, ahmt die hautstraffenden Techniken der Schönheitschirurgie nach. Die neuen Supercremes verheißen intensives Aufpolstern der Haut, pralleres Aussehen, mehr Spannkraft und Festigkeit.

Kosmetischer Eingriff
Alt macht, was schlaff ist und hängt. Als Mittel dagegen bietet Lancôme den maßgeschneiderten Eingriff mit Hilfe der neu entwickelten Linie Rénergie Morpholift. „Eine Kombination aus Silizium-Nanopartikeln und pflanzlichen Proteinen bildet ein unsichtbares Mikronetz, das die Haut durch Zusammenziehen strafft, die natürlichen Gesichtszüge remodelliert“, erklärt Dr. Véronique Delvigne, Direktorin für wissenschaftliche Kommunikation in Paris. „Die Textur passt sich dem Hautrelief an, 25000 Mikroliftings festigen so jeden Zentimeter des Gesichts.“

Collagen-Effekt
Während Chirurgen zu Injektionen raten, setzt man bei Rubinstein mit „Collagenist Intense Fill“ auf den Collagen-Effekt aus dem Tiegel. „Das gewebeeigene Collagen ist die Quelle für schöne Haut. Diese Schlüsselsubstanz bildet einen Eiweißfilm und gleicht Unebenheiten aus“, sagt Dr. Ruth Henscheid. „Collagen, das stützende Protein, macht rund 70 Prozent unserer Hautmasse aus“, erklärt die Biochemikerin und Ärztin für ästhetische Chirurgie in Düsseldorf.

Bereits ab dem 25. Lebensjahr wird davon weniger produziert und immer mehr zerstört – die Netzstruktur der Fasern löst sich auf. Neben der Quantität ist also die Qualität ausschlaggebend für die Spannkraft. Um das Stützgewebe zu festigen, bauen die Experten auf die stimulierende Tiefenwirkung von Soja- und Malzextrakten. „Zusätzlich polstern Mikrokügelchen aus pflanzlichem Collagen und hauchdünnen Textilfasern die Haut auf“, so Ruth Henscheid.
Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar