Hautpflege im Herbst Die besten Tipps für strahlende Haut
Erholen vom Sommer, vorbereiten auf den Winter: Dafür ist der Herbst perfekt. Eine Expertin verrät, wie Sie trotz kühlerer Temperaturen einen strahlenden Teint bekommen.
Text: Kerstin Kotlar
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Auch jetzt greifen Trockenheit drinnen und Kälte im Freien die Schutzschicht der Haut bereits an. Oft wird sie dadurch sehr spröde und angreifbarer für Viren, Bakterien und Pilze. Die Dermatologin Patricia Ogilvie erklärt, wie Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Haut bei den sinkenden Temperaturen eingehen.
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Dr. Patricia Ogilvie, wissenschaftliche und dermatologische Beraterin für Olaz
Patricia Ogilvie: Im Herbst und im Winter wird die Haut durch wechselnde Temperaturen zwischen Kälte und Heizungsluft besonders beansprucht. Um diesen veränderten Pflegebedürfnissen gerecht zu werden, empfehle ich beispielsweise die Verwendung eines Serums als Extraportion Feuchtigkeit zur regulären Tagescreme.
Welche Körperpartien brauchen besonders intensive Pflege?
Hals und Dekolleté sind häufig die Stiefkinder der Anti-Aging-Hautpflege. Sie werden nicht ausreichend gepflegt oder vergessen und zeigen so früher Lichtschäden und Fältchen.
Kann ich die Haut überpflegen?
Nein. Das ist ein weitverbreitetes Vorurteil! Man kann zwar durch die falschen Inhaltsstoffe bei empfindlicher Haut Irritationen und Unverträglichkeiten fördern – übrigens auch durch zu häufiges Wechseln der Pflegesysteme – aber die Haut gewöhnt sich nicht an strukturierende Wirkstoffe und schaltet auch nicht ihre eigenen Mechanismen zur Erneuerung und Restrukturierung ab. Was ist der häufigste Fehler bei der Hautpflege?
Zu spät zu beginnen. Es ist viel einfacher, noch aktive Mechanismen zu unterstützen und auf einem hohen Niveau zu erhalten, als schon etablierte Alterungsschäden wieder rückgängig zu machen. Ein gutes Beispiel sind Anzeichen lichtbedingter frühzeitiger Hautalterung durch die mangelnde Anwendung eines ausreichend hohen LSF.
Wie entscheidend ist ein Lichtschutzfaktor für die Gesichtspflege im Herbst?
Lichtschutz ist das A und O aller Anti-Aging-Pflegeprodukte. Die schädliche Wirkung von UV-Strahlung hat den mit Abstand größten Anteil an den sogenannten freien Radikalen, die unsere Haut nachhaltig schädigen, Vorstufen von bösartigen Hautveränderungen auslösen können und zu einem beschleunigten Abbau von Stützfasern wie Kollagen und Elastin führen. Somit tragen sie wesentlich zur Faltenbildung bei. Je nach Sonnenlichtexposition sollte der Lichtschutzfaktor angepasst werden. Ein sinnvoller Lichtschutz beginnt bei einem LSF 15. Auch bei bedecktem Wetter im Herbst und in unseren Breitengraden sollte daher täglich ein Lichtschutz verwendet werden, um die Haut optimal vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Worauf sollte ich bei der Reinigung achten?
Reinigung ist viel mehr als das Befreien der Haut von Schmutz und Talg. Die hauttypgerechte Reinigung bereitet die Haut auf die anschließend aufgetragene Pflege optimal vor und unterstützt die natürliche Exfoliation. Somit ist die Reinigung ein erster Schritt des Anti-Aging-Regimes.
Wie bereite ich die Haut am besten auf den Winter vor?
Mit dem Wechsel von der wärmeren zur kälteren Jahreszeit verliert die Sonneneinstrahlung an Intensität. Natürlich bedeutet das nicht, dass auf einen Lichtschutz verzichtet werden sollte, er kann aber etwas reduziert werden. Gleichzeitig können Peels intensiver angewendet werden, da sie die Haut etwas lichtempfindlicher machen, aber parallel auch die Hauterneuerung beschleunigen.













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