Make-up-Trend Aussehen wie ein Model
Neue Nude-Töne, Koralle für Augen und Lippen oder Cat-Eyes mit Signalwirkung – Boris Entrup erklärt, wie Sie die wichtigsten Model-Looks der Fashion Week Berlin nachstylen.
Text: Veronika Schaller
Wie jede zweite Frau auf der Straße gestylt sein? Langweilig! Deshalb hat AMICA Online bei der Berliner Fashion Week im Juli 2011 den Models ganz genau in die Gesichter geschaut. Make-up-Artist Boris Entrup – bekannt aus „Germany´s next Topmodel“ – zeigte auf seiner „Leinwand“, was in Sachen Schminken im Sommer 2012 angesagt sein wird und Trend-Setterinnen jetzt schon nachmachen.Sanfte Natürlichkeit in Sandtönen, knallfarbene Lidschattenbalken und Smoky Eyes mit Effekt setzte er für Maybelline Jade um. Hier beantwortet er die wichtigsten Fragen und gibt Anleitungen zum Nachmachen.
AMICA Online: Den Nude-Look gibt es schon lange. Was ist neu?
Boris Entrup: Make-up auf dem Laufsteg ist in den letzten Jahren immer natürlicher geworden. Aktuell arbeite ich mit Camel- und Sandtönen. Auch die Textur ist entscheidend. Der Einsatz von unterschiedlichen Produkten (z.B. Mousse Make-up versus Compact-Make-up) macht dabei den Unterschied. Wie sieht es hier mit Farbeinsatz aus?
Rouge feiert ein Comeback, das macht den Nude-Trend frischer. Und wo ich in den letzten Saisons eher Hautfarben eingesetzt habe, werden die Partien jetzt in Nuancen eingefärbt. Alles sorgfältig eingeblendet und verwischt, ohne Kanten oder Linien.
Und wer es nicht ´nackt´ will, sondern auffällig?
Der sollte zu Koralle greifen. Dieser Rotton war der wichtigste Trend bei der Fashion Week Berlin im Juli 2011, ob auf Lippen oder auf den Augen. Wobei wir teilweise auch Lippenstifte als Lidschatten eingesetzt haben, um Intensität und Textur zu steigern. Dabei liegt der Fokus auf der Farbe, auf dem Statement und weniger auf „schönen Augen“.
Was bedeutet das?
Von Neongelb bis Froschgrün – über die letzten Saisons ist zu beobachten, dass die Farben immer intensiver knallen. Neu: Signalfarben auf den Augen aber ohne Mascara. Es wirkt cool, wenn Mittel weggelassen werden, auf die eine Frau normalerweise nicht verzichten würde. Smoky Eyes sind Abendklassiker. Gibt es hier Neuigkeiten?
Die Farben. Inzwischen gibt es Smoky Eyes in allen Farben. Wie viele andere Make-up-Artists mische ich zum Beispiel dunkle Farben mit Signaltönen. Das funktioniert genau wie mit den typischen Tönen Dunkelgrün oder Blau. Ich schattiere einfach das bewegliche Lid bis zum Wimpernkranz und umrande es mit einer dunklen Farbe. Wichtig sind hier Überblendungen.
Aktuell sind Lippen in Knallfarben extrem angesagt. Bleibt der Trend?
Zwar sind Lippen in starken Tönen nächstes Jahr noch heiß begehrt, aber nicht mehr so gewaltig wie in der letzten Saison. Sie sind nicht mehr so extrem definiert und mit extrem exaktem Lipliner gezogen, sondern selbstverständlicher, blasser, sanfter.
Und so geht´s: Boris Entrup erklärt, wie Sie die „Smoky Eyes“ der „Frida Weyer“-Show zu Hause ganz einfach nachstylen!
© Maybelline Jade
Zunächst aber schaffe ich eine gute Basis. Mit einer flüssigen Foundation kleine Unebenheiten ausgleichen. Concealer wird zum Aufhellen an Nasenrücken und Wangenknochen eingesetzt.
Für die Augen mische ich drei unterschiedliche Blautöne. Ein heller Blauton wird auf das bewegliche Lid aufgetragen, während ein dunklerer Ton das Auge und das bewegliche Lid umrandet. Mit einem stark schimmernden, dritten Blauton das Make-up nach außen hin ausblenden.
Um Tiefe zu erzeugen, ziehe ich mit einem blauen Kajal noch eine Umrandung um das Auge, die ebenfalls leicht nach außen hin verblendet wird.
Das Schöne an diesem Look, wie ich finde, ist, dass die Lippen nicht blass gehalten sind, auch wenn ihnen keine größere Aufmerksamkeit zukommt. Nichts desto trotz wird ein Nudeton mit einem leichten Roséunterton verwendet, der die Lippen frisch aussehen lässt, sehr weiblich, sehr elegant.
Verwendete Produkte: Lidschatten-Palette „Eyestudio Quattro Diamond Glow“ in „10 Blue Drama“, „Expression“-Kajal in „36 Blue“, „Eyestudio Color Cosmos“ in „40 Blue Moon“ zum Ausblenden, „Dream Lumi Touch Concealer“, „Dream Satin Liquid Make-up“, „Color Sensational Lipstick“ in „410 Mandarin Fizz“. Hier kommt Boris Entrups „How to“ für den Korall-Look von Perret Schaad:
© Maybelline Jade
Um die Augen herum Concealer (immer 1-2 Nuancen heller als der Hautton) eintupfen, um dunkle Stellen auszublenden. Nasenrücken und Nasenflügel dabei nicht vergessen.
Für das Korall-Orange auf den Augen kann man entweder einen intensiven Lippenstift oder hochpigmentierten Lidschatten verwenden. Diesen dann mit einem Pinsel aufnehmen und vom Inneren des Auges nach außen hin auftragen. Dabei auf weiche Übergänge achten.
Tipp: Sollte doch mal etwas daneben gehen, kann man mit Make-up die Übergänge noch mal nacharbeiten.
Die Lippen werden mit einem hautfarbenen Gloss leicht bedeckt, einen Hauch nur, sodass die Augen noch stärker im Kontrast stehen.
Für die Wimpern ein Mascara verwenden, der die Härchen sauber trennt und ein natürliches Ergebnis kreiert.
Verwendete Produkte von Maybelline Jade: „Color Sensational Lipstick“ in „416 Coral Fever“ auf den Augen, „Great Lash Mascara“ in Schwarz, „Pure Mineral Liquid Make-up“, „Pure Powder“ in „15 translucent“.
















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