Produkt-Test Alles im grünen Bereich

07.04.2008

 

Ein herausfordernder Pflegefall: Meine Kopfhaut dürstet nach Feuchtigkeit und mehr, das Haar möchte aber nicht „überpflegt“ werden. Was kann da helfen?
Text: Melanie Gutbier
© colourbox.com
Soviel erst mal vorweg: Ich bin das Redaktions-Sensibelchen, also genau genommen meine Haut ist es. Weil wir auf ziemlich vieles allergisch reagieren, extrem trocken und gern irritiert sind, fehlt uns jede Experimentierfreude bei der täglichen Schönheitspflege.

Da ist meine Kopfhaut keine Ausnahme und lässt sich in den Wintermonaten nur noch mit Shampoos aus der Apotheke besänftigen, die im besten Fall neutral riechen. Denn nichts ist nerviger als kratzige und schuppige Kopfhaut bei dunklem Haar.

Mein Schopf dürstet also nach Feuchtigkeit und Pflege, während das Haar auf gar keinen Fall „überpflegt“ werden möchte. Und genau das verspricht das „Kopfhaut Sensitiv Shampoo“ von Guhl. Ich bin mutig und werde die neue Pflegeserie inklusive Lotion für einige Wochen auf meinem Krisengebiet Kopf ausprobieren.

In Sachen Farbpsychologie haben die Guhl-Experten offenbar Ahnung: Das dezente Grün wirkt jedenfalls schon optisch beruhigend. Aber bei der nächsten Haarwäsche fällt das Sensitiv Shampoo auch durch seine inneren Werte positiv auf. Es schäumt ordentlich und schon ein walnussgroßer Klecks genügt bei meinen etwas überschulterlangen Haaren. Ebenso angenehm ist der unaufdringliche Frischeduft.
© Guhl
Schonwaschgang für gestresste Kopfhaut

Das heißt natürlich, dass das Shampoo nicht frei von Parfum- und Farbstoffen ist. Aber die Inhaltsstoffe versprechen trotzdem einen Schonwaschgang: Wasserminze soll dank der ätherischen Öle beruhigend wirken und Weißer Tee vor schädigenden Umwelteinflüssen schützen. Mal sehen, wie meine hypersensible Kopfhaut das verkraftet.

Gleich nach der Haarwäsche folgt die kritische Kontrolle: Was macht das unangenehme Spannungsgefühl und wie sieht die Haarpracht aus? Also, es kribbelt nicht und vom Juckreiz bleib ich auch erst mal verschont. Gleiches gilt für die leidigen Schüppchen. Der Feuchtigkeits-Pflege-Cocktail scheint ohne Nebenwirkungen wirklich gut angekommen zu sein.
Der direkte Therapie-Ansatz

Praktisch ist außerdem, dass es, wenn es doch mal kratzig wird (weil zu viel gefönt oder zu viel Heizungsluft), mit der „Kopfhaut Sensitiv Beruhigungs- & Pflege-Lotion“ noch eine Extradosis Pflege gibt und die verzichtet ganz auf Duft- und Farbstoffe. Die Lotion kann ich ganz einfach nach dem Waschen am Haaransatz auftragen oder zwischendurch auch mal, wenn das Haar trocken ist. Ich bin ja immer skeptisch, was die „keine Rückstände“-Versprechen angeht, aber diesmal lässt sich tatsächlich keine Spur von fettigem Ansatz erkennen. Die Lotion scheint nach kurzer Zeit völlig einzuziehen. Dafür lässt der Juckreiz schnell nach und ich kann mit dem pipettenartigen Verschluss super gezielt problematische Stellen wie die im Nackenbereich behandeln.

Mein Fazit: Das Shampoo reinigt wirklich sehr sanft, plegt die Kopfhaut und hinterlässt lediglich einen dezenten Duft im Haar. Mit der Pflege-Lotion können irritierte Stellen auf dem Kopf noch mal nachbehandelt werden (beides je um 5 Euro).
Madeleine  |  25.05.2008, 14:37
John Frieda
Ich muss unbedingt mal etwas loswerden: Die meisten Shampoos werden für trockenes Haar entwickelt, obwohl ich und die viele Leute die ich kenne eher einen "fettigen Haaransatz" und "trockene Spitzen" haben. Ich habe jetzt das neue Shampoo für helle Brauntöne aus der John Frieda Collection ausprobiert und muss sagen, es ist wirklich toll! Das Shampoo lässt das Haar glänzen und es ist geschmeidig.
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