Beauty-Hausmittel So viel Wahrheit steckt in Schönheitsmythen
100 Bürstenstriche am Tag lassen Haare glänzen, heiße Bäder schaden und Zahnpasta hilft gegen Pickel: Wir erklären, was es mit vermeintlichen Schönheitsmythen wirklich auf sich hat.
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Nicht immer ist weniger mehr, weiß Birgit Huber vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) in Frankfurt. Dass der übermäßige Gebrauch von Lippenpflege unsere Lippen austrocknet, basiert auf keiner wissenschaftlichen Basis und genau das Gegenteil ist richtig:
„Wenn die Haut nur geringe Mengen von Lipiden produziert oder die Luft wenig Feuchtigkeit enthält wie im Winter, sollten Lippenpflegeprodukte mehrmals täglich aufgetragen werden. Am besten eignen sich natürliche Inhaltsstoffe wie Jojoba-, Mandel- oder Avocadoöl und Ringelblume.“ Honig empfiehlt die Expertin hingegen als kostenlose und hundertprozentig natürliche Alternative zu Lippenpflegestiften.
Spannen Lippen kurze Zeit nach Benutzung eines Pflegestifts mehr als vorher, liegt das laut „Stiftung Warentest“ wahrscheinlich an einem zu hohen Mineralöl- oder Glyzerin-Gehalt. Auch ein hoher Anteil an Emulgatoren könne nach Einschätzung von Hautärzten die Lippen austrocknen.
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Tägliches Rasieren vermehrt den Haarwuchs nicht
Auch tägliches Rasieren lässt einen nicht zum Werwolf-Menschen mutieren: „Der Haarwuchs wird durch das Kürzen der Haare weder angeregt noch verlangsamt“, erklärt Elena Helfenbein, Beauty-Expertin beim VKE-Kosmetikverband in Berlin. Allerdings entstehe beim Rasieren eine Kante an den Haaren, die sie borstiger wirken lässt als die natürlichen Haarspitzen.“ Dieses Phänomen könne durch Epilation oder der Haarentfernung mit Wachs verhindert werden, wie Helfenbein weiter erklärt, da dadurch das Haarwachstum verlangsamt werde. Auch spezielle Enthaarungscremes könnten dafür sorgen, dass die Aktivität der Haarfollikel gehemmt werde.Um ein alltägliches Pflegeprodukt ranken sich gleich mehrere Gerüchte. Angeblich soll Zahnpasta ein echtes Wundermittel im Kampf gegen lästige Pickel sein und sogar viel besser als jedes Gesichtswasser wirken.
„Viele Zahnpasten enthalten den Wirkstoff Natriumdodecylpolysulfat, der eine stark öl- und fettlösende Wirkung hat, erläutert Elena Helfenbein. Allerdings sind auch andere Wirkstoffe vertreten, die dazu führen können, dass sich die Pickel noch stärker entzünden.“
Als eine verträglichere Alternative empfiehlt Jenny Pohl, Sprecherin des Bundesverbandes deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel (BDIH), Teebaumöl, das mit einem Wattepad auf den Pickel getupft wird.
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Vorsicht vor Zahnpasta mit Whitening-Effect
Bei unschönen Verfärbungen der Zähne ist es dagegen nicht ratsam, dem Werbeversprechen von Zahnpasta-Herstellern zu folgen und zu aufhellenden Zahncremes zu greifen:„Die feinen Putzkörper, die für den Whitening-Effekt sorgen, greifen auch den schützenden Zahnschmelz an. Er wird porös, und die Zähne werden somit anfälliger für Bakterien“, erklärt Pohl. „Eine professionelle Zahnpflege beim Zahnarzt ist die einzige Methode, die auf Dauer wirklich hilft“, meint die BDIH-Expertin.
Es gibt aber auch Beauty-Mythen , die durchaus einen Kern Wahrheit in sich tragen. Die berühmtberüchtigten 100 Bürstenstriche haben wirklich einen pflegenden Effekt: „100 Striche sind wohl etwas übertrieben, allerdings nimmt die Bürste am Haaransatz überschüssiges Fett auf und verteilt es beim Bürsten gleichmäßig auf das Haar bis in die Spitze“, erläutert die Expertin Jenny Pohl. „Das wirkt auch gegen Spliss. Außerdem werden Staub, Schmutz und Schweiß ausgebürstet.“
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Die wichtigsten Pflegetipps
Gerade in den kalten Wintermonaten entspannen wir gerne in der Badewanne. Wie die Beauty-Expertin Helfenbein erklärt, steckt jedoch leider etwas Wahres hinter der mütterlichen Warnung, Badewasser sei schlecht für die Haut: „Heißes Wasser trocknet die Haut aus, sie spannt und juckt. Es ist aber in Ordnung, ein- bis zweimal pro Woche zu baden. Pflegende Badeöle verwöhnen die Haut, eine Creme spendet nach dem Bad Feuchtigkeit.“Auch die allgegenwärtige Mahnung sich vor dem Schlafengehen abschminken zu müssen stimmt, da „die Haut sich über Nacht regenerieren muss und Make-Up-Schichten sie am atmen hindern“, so Helfenbein.
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Quelle: dpa









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