Sonnenschutz Echt empfindlich
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Klarer Fall einer Sonnenallergie, der Fachmann sagt auch Polymorphe Lichtdermatose (PLD). 20 Prozent der Bevölkerung sind betroffen, Frauen häufiger als Männer. Hauptursache ist UVA-Strahlung, die bestimmte Botenstoffe im Körper freisetzt. Sie führen zu den typischen Symptomen wie Juckreiz, Quaddeln und Rötungen. Vorbeugen kann man mit einem Sonnenschutzprodukt mit verstärktem UVA-Filter. Inhaltsstoffe wie Eperuline oder Alpha-Glycosyl-Rutin stärken das körpereigene Schutzsystem (z. B. Vichy „Capital Soleil Sonnenschutz-Milch fürs Gesicht bei Sonnenunverträglichkeit LSF 50+“, Ladival „Sonnenschutz Gel Allergische Haut SPF 30“, Clinique „UV-Response Body Cream SPF 50“).
Kann man auch unter Wasser verbrennen?
Und ob. Rund 80 Prozent der UVB-Strahlung durchdringen das Wasser noch bis in eine Tiefe von 30 Zentimetern. Und: Nasse Haut ist wesentlich sonnenempfindlicher als trockene, denn im Wasser quillt sie auf und der hauteigene wasserlösliche UV-Filter (Urocaninsäure) wird herausgewaschen. Wer gern schnorchelt oder surft sollte also unbedingt ein wasserfestes Sonnenschutzmittel verwenden. Wasserfest heißt in diesem Fall: Das Produkt schützt beim Baden für mindestens 80 Minuten. Dann muss nachgecremt werden.
Kann Sonne „süchtig“ machen?
Jein, durch die Lichteinwirkung wird zwar verstärkt der Glücksbotenstoff Serotonin im Gehirn gebildet und gleichzeitig die Produktion des Schlafhormons Melatonin gedrosselt. Süchtig macht das aber nicht. „Tan-aholics“ gibt es aber offenbar unter Solariumbesuchern. Obwohl noch knackig braun, gehen diese Sonnenjunkies permanent unter die Kunstsonne, weil sie unter Wahrnehmungsstörungen des eigenen Körpers leiden.
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