Sonnenschutz Achtung Sport-Babes
© Keith Schofield
Nein. Auch wenn es praktisch ist, nur eine Tube anstatt vieler Flaschen mit an den Strand zu nehmen: Die Gesichtshaut (besonders die Lippen) ist dünner und empfindlicher als die am Körper und braucht Produkte mit besonders hohem LSF. Die sogenannten Sonnenterrassen (Stirn, Nase, Ohren, Schultern, Knie) benötigen ebenfalls einen stärkeren Schutz als der restliche Körper.
Wird häufig vergessen: Auch die empfindliche Kopfhaut ist sonnenbrandgefährdet. Ein locker gewickeltes Tuch oder ein Hut verhindert außerdem Hitzeschlag.
Empfehlenswert ist zusätzlich ein Sonnenschutzspray fürs Haar. Keine Sorge, Sie müssen nicht jährlich alle Spezialprodukte neu kaufen: Die meisten Sonnencremes halten länger als einen Sommer. Wenn sich allerdings bereits die Textur oder der Geruch verändert haben (passiert durch Hitze), ist es Zeit für Ersatz. SONNEN-ABC
• UVA-Strahlen: langwellige Strahlen, die tief in die Haut eindringen und DNA-Schäden hervorrufen können.
• UVB-Strahlen: kurzwellige Strahlen, die für Sonnenbrand und Bräune verantwortlich sind.
• Eigenschutzzeit: Zeitraum, in der die Haut ohne Rötungen der Sonne ausgesetzt werden kann.
• SPF/LSF: gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit in der Sonne erhöht.
• UPF: Lichtschutzfaktor für Textilien
© Andreas Achmann
Für den Körper
Stimmt nicht. Entscheidend ist allein der Lichtschutzfaktor – und die Gründlichkeit beim Cremen. Wichtig: immer sehr großzügig auftragen (Faustregel: Walnussgröße fürs Gesicht, 30 ml für den Körper).
Ansonsten sollte man seinem Empfinden vertrauen: Lässt sich das Produkt einfach auftragen und liebt man den Geruch, dann cremt man auch regelmäßig! Sprays haben den Vorteil, dass sie sich leicht gleichmäßig verteilen lassen. Fans von eher dickflüssigen Lotionen sollten besonders darauf achten, dass alle Partien gleichmäßig geschützt sind.
Kindersonnencremes sind oft bunt eingefärbt, damit man nach dem Einschmieren erkennt, ob kein Fleck ausgelassen wurde. Mythos: „Wer häufig nachcremt, darf länger in der Sonne bleiben“
Falsch! Es kann gecremt werden, so oft man will – die Dauer, der man sich den Strahlen aussetzen darf, bleibt immer die gleiche. Der jeweilige Hauttyp bestimmt die Eigenschutzzeit der Haut (also wie lange die Haut ohne Sonnenschutz schadenfrei bleibt) und legt somit den nötigen LSF fest. Wer also Typ 1 ist (helle Haut, Sommersprossen) und nach zehn Minuten mit Rötung reagiert, braucht einen sehr hohen Faktor, um draußen im Sommer mehrere Stunden zu überstehen.
Generell gilt: Jeder Mensch braucht Sonnenschutz (selbst schwarze Haut kann Sonnenbrand bekommen). Lichtschutzfaktoren können nicht addiert werden. Morgens LSF 15 aufgetragen plus mittags 25 ergibt also nicht Faktor 40! Der jeweils höchste Faktor gilt. Übrigens blockt bereits LSF 15 circa 93 Prozent der UV-Strahlung, LSF 30 hält 97 Prozent ab.
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