Sonnenschutz Model-like

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© Keith Schofield
Prof. Dr. Leonhard Zastrow, Forschungsleiter bei Lancaster, über neue Entwicklungen beim Sonnenschutz

AMICA: Sonnenschutzprodukte, die einen UVA- und
UVB-Filter versprechen, müssen künftig der sogenannten 1:3-Regelung entsprechen. Was bedeutet das?


DR. ZASTROW: Die EU-Kommission fordert damit, dass Sonnenschutzprodukte nur dann einen Lichtschutzfaktor angeben dürfen, wenn die Schutzwirkung UVA und UVB umfasst. Der UVA-Schutz muss dabei mindestens ein Drittel des UVB-Lichtschutzfaktors erreichen. Bisher blieb der UVA-Schutz bei vielen Produkten insbesondere mit höherem LSF auf zu niedrigem Niveau. Der UVA-Filter ist aber nach heute gesicherten Erkenntnissen sehr wichtig, denn UVA-Strahlen beschleunigen nicht nur die Hautalterung, sondern begünstigen in hohen Dosen die Entstehung von Hautkrebs.

Sonnenprodukte sind ja mittlerweile Alleskönner: Sie schützen nicht mehr nur, sie straffen auch, wirken gegen Fettpölsterchen und verlängern oder beschleunigen die Bräune. Was kommt noch Neues aus dem Labor?

Gute Sonnenprodukte nutzen Erkenntnisse der Hautpflege, um die Eigenschutzfähigkeit der Haut zu erhöhen, indem sie den Bräunungsprozess beeinflussen, den Radikalenschutz steigern und die Fähigkeit zur Zellreparatur unterstützen. Derzeit entwickeln wir eine Strategie zur Neutralisierung der freien Radikalen, die über den bereits als Standard in allen Hautpflege- und Sonnenprodukten von Lancaster verwendeten Radikalenschutz RPF-Komplex noch hinausgeht.
Mythos: „Solarien bereiten die Haut ideal auf die Sonne vor“

Nein. Die UVA-Strahlung in Solarien bräunt zwar die Haut, versetzt sie aber nicht in die Lage, eine sogenannte Lichtschwiele aufzubauen und dem Sonnenbrand zu trotzen. Solarien bereiten also nicht auf die natürliche Sonne vor.

Stattdessen schädigt die langwellige UVA-Strahlung besonders tiefere Hautschichten. Beste Vorbereitung: schon im Frühling regelmäßig die Sonne genießen. Denn die Melaninproduktion läuft langsam an, die Haut braucht Zeit, sich an die UV-Belastung zu gewöhnen. Cremes mit Bräunungsbeschleunigern unterstützen den natürlichen Prozess der Bräunung. Die Haut bildet schneller Pigmente und damit ihren Eigenschutz.

Wichtig zu wissen: Tan-Maximizer funktionieren nur, wenn auf die eingecremten Körperstellen tatsächlich Sonne trifft. Sie sind keine Restlichtverstärker, die einen während des City-Bummels an bewölkten Tagen tiefbraun werden lassen.
© Andreas Achmann
Schutz & Make-up fürs Gesicht
Mythos: „Make-up beim Sonnenbaden schadet der Haut“

Glücklicherweise nicht, denn wer möchte schon den gesamten Urlaub ungeschminkt herumlaufen? Allerdings verwischen die meisten Farben durch Schweiß und die Brillanz etwa des Lidschattens kann leiden. Damit man im Café, am See oder Strand hübsch die Sonne genießen kann, haben Kosmetikfirmen (z. B. Lancaster) spezielle Make-up-Linien entwickelt. Die Puder, Lippenstifte und Glosse enthalten alle einen Lichtschutzfaktor.

Zusätzlich sind sie mit feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen angereichert. Ideal, um selbst bei großer Hitze gepflegt zu wirken: wasserfester Lidschatten, Kajal und Mascara, die so widerstandsfähig sind, dass sie Meer- und Poolwasser sowie Schweiß trotzen.

Da die Gesichtshaut von der Sonne strapaziert wird, nach dem Sonnenbaden immer eine Aftersun-Creme auftragen – und üppig nachcremen, bis der Durst der Haut gestillt ist. Abends reicht wieder normales Make-up. Die gebräunte Haut harmoniert besonders mit Bronze-Produkten für Lider, Wangen und Lippen. Sie lassen die Haut leuchten und unterstreichen perfekt den Sunshine-Teint.
Mythos: „Obst und Gemüse schützen die Haut von innen“

Stimmt tatsächlich. Man kann die Haut mit Nahrungsmitteln, die Antioxidantien enthalten, quasi von innen schützen, denn sie entschärfen die freien Radikalen. Die Sunfood-Regel: täglich frisches Obst und Gemüse nach dem Ampelprinzip „rot, gelb, grün“ essen. Getreide, Milchprodukte, Eier, Nüsse, etc. enthalten Zellschutz-Vitamin E. Das Vitamin C in z. B. Paprika, Brokkoli, Beeren, Kiwi, Erbsen, Papaya und Kartoffeln wappnet die Haut, indem es die Produktion der abwehrstärkenden weißen Blutkörperchen stimuliert. Der Klassiker: Karotten. Ihr Beta-Carotin reduziert die Lichtempfindlichkeit der Zellen und unterstützt die Bräunungsbereitschaft. Man braucht allerdings eine ganze Menge davon – deshalb am besten als Saft trinken. Optimal dosiert sind Bräunungskapseln (z. B. von Innéov oder Lierac).

Diese Nahrungsergänzungsmittel bereiten die Haut auf die Sonne vor, indem sie ihren Schutzmechanismus ankurbeln, und sorgen mit bräunungsbeschleunigenden Komplexen (Tomatenextrakt) und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen (Olivenöl) zusätzlich für lang anhaltende Bräune.
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