Spa-Treatments Peeling & Wrap
© Keith Schofield
Der Klassiker unter den asiatischen Peelingmethoden wird in fast jedem Spa in einer eigenen Version angeboten. Meist wird der Körper zuerst unter der Vichy-Dusche (Wasserstrahlen aus Mikrodüsen), die auch als Rainshower bekannt ist, vorbereitet. Danach werden geriebene Bambushalme – je nach Hautbeschaffenheit von grob geraspelt bis zu allerfeinstem Puder – mit der Bürste oder per Hand sanft auf den Körper aufgetragen. Nach dem Abduschen wirkt ein Aromatherapie-Balm aus Zitronengras und Ingwer besänftigend auf die Haut.
So wirkt es: Bambus beruhigt und enthält große Mengen an Silicium, das gut für den Aufbau des Bindegewebes ist. In geriebener Form exfoliert er erstklassig, reinigt intensiv die Poren, revitalisiert die Haut und regt die Zellerneuerung an.
Honig-Sesam-Scrub
Eine Paste aus Honig, Sesamsamen und getrockneten Kräutern (z. B. Lavendel und Minze) wird auf die Haut aufgetragen und eingerubbelt, wie bei einem sanften Peeling. Anschließend gibt man den Wirkstoffen noch ein wenig Zeit, in die Haut einzudringen. Das Abspülen des Honigs unter der Dusche dauert dann etwas länger.
So wirkt es: Der Körper wird weich und rosig. Der Honig stärkt den Säureschutzmantel der Haut, spendet reichlich Feuchtigkeit und schützt so nach dem Peeling vor dem Austrocknen.
Javanese mandi Lulur
Die Einwohnerinnen der indonesischen Insel Java sind traditionell große Beautyexpertinnen. Ihre Schönheitsrituale inspirierten viele moderne Spa-Treatments. So auch diese Behandlung, die früher nur Bräuten vorbehalten war. „Lulur“ bedeutet übersetzt „die Haut bestreichen“ und wird in den Spas nicht nur als einfaches Peeling angeboten, sondern als Rundum-Package zur Verfeinerung der Haut. Es beginnt mit einer Aromaöl-Massage. Das Peeling danach besteht aus Reispulver, Kurkuma, Sandelholz und Jasminöl. Wenn die Mixtur getrocknet ist, wird sie abgerubbelt. Nach einer Dusche wird die Haut mit Joghurt bestrichen. Der krönende Abschluss des Rituals ist ein Blütenbad mit Frangipani-, Rosen-, Ylang-Ylang- und Jasminblüten.
So wirkt es: In erstes Linie ein wohliges Gefühl. Das gilt für alle Hauttypen, denn die im Joghurt enthaltene Milchsäure stellt den natürlichen pH-Wert der Haut wieder her und spendet Feuchtigkeit. Das Kurkuma im Peeling kann den Körper kurzfristig leicht gelb verfärben. Nach ein paar Mal duschen ist davon aber nichts mehr zu sehen.
Papaya-Wrap
Die Haut wird mit einer Mischung aus Papaya, Kemri-Nüssen und Pfefferminzblättern bestrichen. Dann umwickelt man den gesamten Körper mit Bananenblättern, die mit einem Sarong zusammengehalten werden. Nach 15 Minuten Einwirkzeit spült man die Reste der Packung mit viel warmem Wasser ab.
So wirkt es: Die Papaya ist ein regelrechter Vitamin-A-und -C-Großlieferant und darüber hinaus reich an AHA-Säure (Alpha Hydroxy Acids). Damit regt die gelbe Frucht auf natürliche Weise die Zellerneuerung an. So eindrucksvoll, dass Papaya inzwischen auch Bestandteil vieler Anti-Aging-Produkte ist.
Thai-Herbal-Wrap
Eine Körperpackung aus mineralreicher weißer Heilerde, die in Thailand als „Din Sor Pong“ bekannt ist. Im trockenen Zustand sieht sie aus wie Kreide, in Verbindung mit Wasser quillt sie zu Schlamm auf. Dieser wird mit Kurkuma und Ingwer zu einer Paste verrührt und auf den Körper gestrichen. In Plastikfolie gewickelt wird die Packung warm auf der Haut, was die Wirkung der Zutaten noch verstärkt.
So wirkt es: Durch das Einwickeln in Folie kommt der Organismus ins Schwitzen. Dabei werden Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt. Die Muskeln entspannen sich, der Kreislauf wird gestärkt. Din Sor Pong heilt Wunden, Ausschläge und Hautunreinheiten. Thais benutzen die Heilerde pur, also nur in Wasser aufgelöst, als kühlenden Sunblocker.
Oriental Body Glow
Ein traditionelles Thai-Peeling für supersanfte Haut: 1 Tasse flüssigen Honig, 1 halbe Tasse Sesamsamen und 1 Handvoll gehackte, getrocknete Lavendel- und Minzeblätter zu einer Paste verrühren. Auf dem Körper verteilen und etwa 15 Minuten verreiben. Danach abduschen. (Rezept aus dem „Oriental“-Spa in Bangkok)
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