Beauty-Report Haare Krishna
„Ich liebe meine Haare!“ Wer von uns bringt diesen Satz schon reinen Herzens über die Lippen? Die Beziehung zwischen Frau und Frisur ist leidenschaftlich, aber kompliziert. Julie Gorkow klärt auf: mit verblüffenden Erkenntnissen über Haare und Seele.
Text: Julie Gorkow
© iStock
Wussten Sie schon, …
… was „Bedding Behaviour“ bedeutet?
Haare sind ein wichtiger Schlüsselreiz beim Flirten. Das ahnen wir und föhnen, kämmen und pflegen, was das Zeug hält. Eine Umfrage von Pantene Pro-V ergab, dass 44 Prozent der deutschen Frauen zugeben, ihr Haar aktiv beim Flirten einzusetzen. Wir greifen uns gern in die Locken, schütteln die Mähne und wickeln eine Strähne um den Finger – und damit auch die Männer. Psychologen nennen das Verhalten „Bedding Behaviour“, weil es dazu dient, den Mann ins Bett zu kriegen. Klar, dass 99 Prozent der Frauen kurz vor dem ersten Date noch schnell die Haare waschen.
… dass auch Haare gestresst sein können?
Fühlen wir uns nicht wohl oder sind gereizt, reagiert das Haar ebenfalls genervt. In solchen Situationen richten sich die Haare auf – wenn auch für uns meist nicht wirklich sichtbar. Deswegen stehen uns laut Redewendung „die Haare zu Berge“. Bei Dauerstress kann es sogar zu temporärem Haarausfall kommen. Oder die Kopfhaut produziert mehr Fett als sonst. Hilfe bei haarigen Problemen bieten neben Hautärzten auch spezielle Therapiezentren. Infos unter www.haarklinikken.de
… dass Frauen ihrem Friseur auch treu bleiben, wenn sie nicht zufrieden sind?
Laut einer US-Studie waren 40 Prozent der Frauen mit dem Ergebnis eines Friseurbesuchs schon einmal unzufrieden. Das scheint allerdings kaum Folgen zu haben, denn 66 Prozent der Befragten blieben ihrem Friseur über Jahre treu. Verständlich, schließlich kennt er uns wie kein Zweiter – von dem Ärger mit störrischen Wirbeln bis zu unseren Beziehungsproblemen. „Zwischen Friseur und Kundin besteht ein Vertrauensverhältnis. Der Friseur ersetzt auch mal die beste Freundin oder den Therapeuten“, sagt Ulrich Graf, Starfriseur aus München. Wer doch mal einen neuen „besten Freund“ sucht, fragt nicht irgendwen, sondern erkundigt sich – wie bei der Arztwahl oder andern lebenswichtigen Fragen – nur bei den engsten Vertrauten.
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