Kilian Hennessy Beauty-Talk

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Der Spross des Cognac-Clans über seine neuen Düfte, Hip-Hop-Poeten und Hochprozentiges gegen den Kater.
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AMICA: Sie sind Spross einer berühmten Dynastie von Cognac-Brennern und haben sich entschieden, Parfümeur zu werden. Gibt es Parallelen zwischen beiden Berufen?

Kilian Hennesy: Meine Düfte haben keine Cognac-Herznote, falls Sie das meinen. Allerdings gibt es etwas subtilere Bezüge: Ich verwende sehr gern Holz- und Vanillearomen, weil sie mich an den Geruch der Cognac-Keller aus meiner Kindheit erinnern.

Übersetzt heißen Ihre Düfte beispielsweise Grausame Vorsätze, Ein Vorgeschmack des Himmels oder Jenseits der Liebe. Ist an Ihnen ein Dichter verlorengegangen?

Das wäre zu viel der Ehre. Aber ich habe mich von französischen Autoren des 19. Jahrhunderts wie Rimbaud oder Baudelaire inspirieren lassen. Baudelaire hat einmal gesagt: „Manche Menschen lassen sich von Musik davontragen. Meine Seele beflügeln Düfte.“

Sie haben also nichts für Musik übrig?


Falsch. Ich mag Hip-Hop und höre 50 Cent oder Snoop Dogg, wenn ich meine Düfte kreiere. Übrigens haben ihre Texte, die um Großstadtszenen, Gewalt und Sex kreisen, viel mit Rimbaud oder Baudelaire gemeinsam.

Snoop Dogg hat mit „Hennessy ’N’ Buddah“ eine Hymne auf Ihren Familien-Cognac geschrieben. Womit stoßen Sie bevorzugt an?

Natürlich mit Hennessy XO Cognac.

Ihr Kater-Tipp für den Tag danach?

Bevor ich ins Bett gehe, trinke ich viel Wasser. Und am nächsten Tag eine Bloody Mary.

Wie lange stehen Sie morgens vor dem Kleiderschrank?

Nicht mal eine Minute. Ich trage immer den gleichen Look: schwarzes Jackett, weißes Hemd, Jeans und schwarze Schuhe.
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