Beauty-Talk Eva Padberg
15 Jahre sind vergangen, seit Eva Padberg bei der „Bravo Girl“-Wahl entdeckt wurde. Mit uns sprach das internationale Topmodel über Beauty-Tricks, Job-Erlebnisse und die Liebe ihres Lebens.
Text: Veronika Schaller
Scheinwerferlicht, Kameraklicken, „Schön, genau so“ aus dem Mund des Fotografen. Eva Padberg sitzt auf einem Retro-Sessel. Ihre Beine – sie wirken endlos lang, enden aber in Wirklichkeit nach 109 Zentimetern – bieten eine eindrucksvolle Kulisse für die Schuhe an ihren Füßen.Schon ihr intensiver Blick zeigt: Mit Eva Padberg hat das Sport-Label „Reebok“ einen Vollprofi als Markenbotschafterin engagiert. Querschnitt durch die Karriere gefällig? 1995 bei der „Bravo Girl“-Wahl entdeckt, geht es für die heute 30-Jährige nach dem Abitur über die Laufstege um die Welt. Sie modelt in New York, Mailand, Paris, Tokio, für Labels wie Ralph Lauren und Calvin Klein.
2001 dann der Durchbruch mit einer „Palmers“-Kampagne. Es folgen Werbeverträge mit Astor, Katjes, Otto, Karstadt und der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. Außerdem ziert ihr Gesicht die wichtigsten Magazincover der Welt, ihren 86,5-61-86,5-Körper setzt sie in GQ, FHM und dem Playboy verführerisch in Szene. Frau Padberg, wer in Dessous posiert und mit seiner Wahnsinnsfigur für Sportschuhe wirbt, geht sicher täglich joggen. Oder?
Ehrlich gesagt nicht. Mein innerer Schweinehund ist riesig. Gerade habe ich wieder eine schlimme Phase und möchte mich nur zu Hause einkuscheln. Damit sich mein Sportprogramm nicht auf Gate-zu-Gate-Läufe am Flughafen beschränkt, musste ich einen Personal Trainer engagieren ...
Wie kann man sich das Workout vorstellen?
Ich mache ein Mal pro Woche eine Stunde lang Bauch-Beine-Po-Übungen, während mein Mann gleichzeitig an Gewichten trainiert und der Trainer uns herumkommandiert. Mein Mann ist sowieso derjenige, der sagt „Komm, wir gehen irgendwohin und machen was“. Darüber bin ich sehr froh.
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Eva Padberg und Niklas Worgt designten 2010 T-Shirts für das Fairtrade-Label Armedangels
Ja, wir machen gemeinsam Elektro-Musik und verbringen jede freie Minute miteinander. Zum Beispiel gehen wir täglich mit unseren Hunden im Park spazieren. Manchmal packt es uns auch und wir werden kreativ, designen T-Shirts oder malen abstrakte Bilder für unsere Wohnungswände.
Beneidenswert. Viele Paare schweigen sich nach wenigen Jahren vor dem TV-Gerät an – und Sie haben sich schon mit 16 Jahren verliebt. Was ist Ihr Geheimnis?
Ich weiß nicht, ob es eines gibt. Wir können gut miteinander lachen und akzeptieren uns wie wir sind. Mitsamt unserer Marotten. Es passt einfach und je mehr Zeit wir miteinander verbringen, umso besser funktioniert unsere Beziehung.
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Eva Padberg beim Promo-Termin in der Münchner Reebok Reetone World (Herzog-Wilhelm-Straße 30). Pop-up-Store geöffnet vom 27. November bis 30. Dezember 2010
Früher war es das, weil ich oft spontan und für mehrere Monate ins Ausland musste. Ich habe dann immer einen Riesenkoffer voll mit gerahmten Fotos und Dosenkerzen gegen Heimweh mit mir herumgeschleppt.
Wohin reisen Sie am liebsten?
Nach Hause, also Berlin (lacht). Nein im Ernst, wenn mein Mann dabei ist, kann ich das Reisen richtig genießen. Unser Mexiko-Urlaub war zum Beispiel ein Traum. Und ich freue mich auf das Skifahren Anfang nächsten Jahres. Zwei Wochen lang werden wir in einer Hütte in Vorarlberg wohnen. Dort gibt es weder Fernsehen, noch Telefon. Herrlich stressfrei! Beruflich bin ich heute zum Glück maximal eine Woche lang unterwegs.
Welches Erlebnis war das Highlight Ihrer Karriere?
Ein Shooting für die australischen Vogue in Indien ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Das war sehr imposant, weil wir in alten indischen Tempeln fotografiert haben. Da wäre ich als Tourist niemals hingekommen. Aber es gab viele kleine Höhepunkte in meiner Laufbahn.
Apropos Laufbahn. Jetzt sind Sie 30 – ist deshalb bald Schluss?
Im nächsten Jahr jedenfalls noch nicht. Neben den Kampagnen für Reebok, starten TV-Werbespots für Schwarzkopf und Betty Barclay. Allerdings konzentriere ich mich vermehrt auf die Schauspielerei. Dieses Jahr war ich für „Wickie 2“ auf Malta, habe für das ZDF „Der Staatsanwalt“ gedreht und Anfang 2011 werde ich wieder für einen deutschen Kinofilm vor der Kamera stehen. Das macht mir wahnsinnig viel Spaß! Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Tricks Eva Padberg sich von Make-up-Artists abgeschaut hat und was sie im Bad zur Verzweiflung treibt.
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