Beauty-Talk mit „Tatort“-StarNina Kunzendorf

von AMICA Online Redakteurin
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Die Schauspielerin ersetzt Andrea Sawatzki als bisherige Ermittlerin in den hessischen Krimis. Sie spielt Kommissarin Conny Mey, die ganz anders ist als die bisherigen „Tatort“-Frauen. Offensiv sexy, ein bisschen prolig, ein bisschen burschikos aber mit großem Herz.

Ihr steht Hauptkommissar Steier gegenüber, alias Joachim Król. Der Eigenbrötler wehrt sich gegen Nähe und ist auch sonst ein charakterlicher Gegenpol. „Für Gefühle werde ich nicht bezahlt“, antwortet er etwa auf Conny Meys Frage hin, ob er nicht das Gefühl habe, der Mann sei gefährlich.

„Der Mann“ war in diesem Fall einer, der den Tod seines Sohnes rächen will. Überzeugt davon, er sei von einer Frau namens Miriam angefahren worden, wurde er zum Stalker und drohte sie umzubringen.

Die Folge „Eine bessere Welt“ zeigte eindrucksvoll, wie machtlos die Polizei psychischen Verbrechen gegenübersteht. So lange nichts passiert, kann sie nichts gegen den Täter unternehmen.

Ein „Tatort“ also, der im Gedächtnis bleibt. Nicht zuletzt durch die schauspielerische Leistung von Nina Kunzendorf.

„Bitte entschuldigen Sie mich für zwei Sekunden“, sagt Nina Kunzendorf am Telefon und lacht. „Ich muss eben den Wannenhahn zudrehen, sonst gibt es eine Katastrophe.“

Die 39-Jährige ist im Stress. Sie spielte schon in Filmen wie „Treibjagd“ oder „In aller Stille“, aber gerade hat sie Erfolg wie nie. Für ihren zweiten „Tatort“ steht sie vor der Kamera, am 8. Mai 2011 ermittelte sie zum ersten Mal als Kommissarin Conny Mey und Nachfolgerin von Andrea Sawatzki in der ARD.

AMICA Online: Jetzt haben wir Sie aus dem Bad geholt ...
Nina Kunzendorf:
Ich wollte gerade meine Muskeln lockern, weil ich eineinhalb Stunden lang beim Kick-Boxen war.

Kick-Boxen?
Ja, für eine Tatort-Szene werde ich beim Training gefilmt und möchte halbwegs professionell wirken. Deshalb nehme ich vorher Stunden. Das ist extrem anstrengend, macht aber den Kopf frei.

Sie sind 1,76 Meter groß und wiegen 59 Kilogramm. Müssen Sie überhaupt trainieren?
Seit der Geburt meiner Kinder vor vier und fünf Jahren bin ich faul geworden. Früher war ich sogar auf einem Sportgymnasium, habe geturnt und Leichtathletik gemacht, später Yoga.

Was hat Ihre Kommissarin außer Sportlichkeit mit Ihnen gemeinsam?
Wir sind beide optimistisch. Aber ich bin nicht so direkt und extrem humorvoll wie Conny.

Kommen Sie denn genauso gut bei Männern an wie sie?
Nun ja, ich bin verheiratet. Aber dass sich besonders viele Männer nach mir umdrehen ist mir nicht aufgefallen.

Wie ähnlich sind sich die Modestile der realen und der „Tatort“-Nina Kunzendorf?
Meine TV-Figur trägt gerne tief ausgeschnittene Tops, ausgeflippte Cowboystiefel, enge Jeanswesten. Mein privater Style ist eher lässig. Ich bin eine Jeans-Shirt-Turnschuh-Mama. Das passt auch zu meinem Landleben in einer kleinen Gemeinde südlich von München.

Messen Sie sich an Andrea Sawatzki, ihrer Vorgängerin beim hessischen Tatort?
Andrea Sawatzki ist eine tolle Schauspielerin und ich mochte die Folgen mit ihr gerne. Aber ich orientiere mich nicht an ihr. Mein Partner Joachim Król und ich haben nichts mit dem alten Team zu tun.

Gehören Sie zu den traditionellen „Tatort“-Sehern?
Ehrlich gesagt nicht. Ich bin keine Fernsehnudel und sonntags um 21 Uhr bringe ich meist meine Kinder ins Bett. Aber ich kann mich gut ans gemeinsame Schimanski-Schauen mit meinem Vater erinnern.

Aber Ihren ersten „Tatort“ werden Sie sich schon ansehen, oder?
Klar, ich gucke ihn mit meinen Team-Kollegen feierlich in einer Frankfurter Kneipe.

Der Münsterland-„Tatort“ am letzten Sonntag mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers knackte den Zuschauerrekord von 11,79 Millionen, Ihre Folge ist die 800. in der Geschichte der Serie. Nervös?
Vor Theaterpremieren war ich früher aufgeregter, weil ich am Ergebnis jetzt nichts mehr ändern kann. Es wundert mich selbst, aber nein, ich freue mich eher auf die Ausstrahlung.

Warum haben Sie vom Theater zum Film gewechselt?
Aus pragmatischen Gründen. Theater und Kinder – das ist zeitlich schwer zu vereinbaren. Da mein Mann (Anm. d. Red.: Stephan Bissmeier) ebenfalls auf der Bühne steht, würde ich ihn wohl nur noch auf der Autobahn sehen.

Wie bringen Sie Kinder und Karriere unter einen Hut?
Mein Mann und ich wechseln uns bei der Kinderbetreuung ab. Beim Film sind die Drehtage festgelegt. Das heißt, ich kann ganz gut planen. Im Moment stehe ich vier Wochen in Frankfurt vor der Kamera und pendle.

Wie ist es denn als Schauspielerin mit einem Schauspieler verheiratet zu sein?
Großartig! Weil man versteht was der Andere macht. Er berät mich, wenn ich Rollenangebote bekomme. Eifersucht in Bezug auf Liebeszenen gibt es sowieso nicht. Bei uns ist es ganz einfach: Ich finde ihn toll und er mich.

Beauty-Talk mit „Tatort“-Star - Nina Kunzendorf – Seite 2

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Nina Kunzendorf
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Audrey  |  16.07.2012 17:11
Stil
Tolle Schauspieler Nina Kunzendorf und Joachim Kr l-mag Beide sehr mir ist der Modestil von Mey zu vordergründig - wenn gar aufdringlich - oft ist weniger mehr und stilvoller - und Stil in Mode schadet keinem Film.

Prof. Arnd Joachim Garth  |  16.07.2012 10:07
Nina und Mode
Nina Kunzendorf als Mey ist eine Bereicherung des Tatorts. Ihr Modestil ist genial authentisch. Am 15.07. konnte man sie in Duvetica sehen, einmal in grün und einmal in leuchtend rot. Ich bin begeistert, zumal der gespielte Charakter der Kunzendorf die Spannung um ein Vielfaches erhöht. Weiter so.

Andrea  |  23.04.2012 09:56
Schrecklich
muss ich dem "Hanjo" und "cantaluppi" recht geben,Ihre Outfits sind voll daneben und vorallem wirkt alles bei Ihr unglaubwürdig,wir werden in Zukunft auch nicht mehr den Frankfurter Tatort sehen,einfach nur schrecklich dieser Tatort Film

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