SonnenschutzBräunen ohne Risiko

von AMICA Online Autor Promi-Fan und Beauty-Enthusiast
Alle Infos zu Markus: oder folge mir auf
© Colourbox.de

Wie herrlich: Wärmende Strahlen kitzeln den Bauch, verbreiten ein wohliges Gefühl. Dass ein Bad in der Sonne glücklich macht, ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Die Haut schüttet bei UV-Bestrahlung nämlich Endorphine aus.

Nicht ganz so herrlich: Die Erkenntnis, einen Sonnenbrand zu haben. Für helle Hauttypen können schon zehn Minuten ohne Schutz gefährlich werden. Wer sich der Sonne stundenlang aussetzt, riskiert sogar erhebliche Gesundheitsprobleme.

„Übermäßiges Sonnenbaden führt neben Sonnenbränden auch zu Langzeitschäden. Im schlimmsten Fall kann es Hautkrebs hervorrufen“, erklärt Dermatologe Roland Remling. „Außerdem altert die Haut schneller, weil die UV-Strahlen ihr Kollagengerüst schädigen. Dadurch wird die Haut faltiger, dicker und im Verlauf schlechter durchblutet“. Sichtbar wird dieser Prozess erst nach Jahren.

Wichtig ist deswegen, nicht zu lange ungeschützt in der prallen Sonne zu verweilen. „Die typisch mitteleuropäische Haut hält dies nur 15 bis 18 Minuten aus“, so der Experte. Wer sich dort länger aufhalten will, muss vorbeugen.

Dr. Remling: „Tragen Sie eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad Creme mit einem Lichtschutzfaktor auf, der ihrem Hauttyp entspricht“. Vorsicht: Reflektierendes Wasser kann die Wirkung der Sonne noch verstärken. Um auch von Innen geschützt zu sein, helfen gewisse Nahrungsmittel, die viele „Radikalfänger“ enthalten und so den Körper vor freien Radikalen (verursachen Zellalterung) schützen. Gut eignen sich dafür beispielsweise Rotwein (200 ml pro Tag), Oregano (1 Gramm pro Tag) oder Gewürznelken“.

Zehn Tipps für's Sonnenbad

1. Vor dem ersten Sonnenbad des Jahres raten wir zu einem Ganzkörperpeeling. Zweck: Tote Hautschuppen werden beseitigt und Sie erhalten eine möglichst gleichmäßige Bräunung.

2. Nicht verzichten dürfen Sie auf Sonnencreme! Welcher Lichtschutzfaktor der Richtige für Sie ist, hängt von Ihrem Hauttyp ab. Je heller Ihre Haut ist, desto höher muss der Lichtschutzfaktor sein (Hier geht es zum: Haut-Check - Wie viel Sonne vertragen Sie?)

3. Denken Sie außerdem unbedingt an eine Kopfbedeckung, damit Sie keinen Sonnenstich mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel bekommen.

4. Wenn Sie in der Sonne sind, müssen Sie darauf achten, dass Ihr Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. Durch Schwitzen und Atmung verliert Ihr Körper viel Wasser, das er für lebenswichtige Organfunktionen und Stoffwechselvorgänge braucht. Das heißt: Viel Wasser trinken!

5. Übertreiben Sie es nicht! Pro Tag sind nur maximal zwei Stunden in der prallen Sonne erlaubt. Zwischen 11 Uhr und 15 Uhr ist die Sonne übrigens tabu, denn dann ist die Strahlung am intensivsten.

© Colourbox.de

6. Für eine schonende Bräunung legen Sie sich in den Schatten! Zwar warten Sie dort länger auf Ergebnisse, dafür ist das aber gesünder für Ihre Haut. Grund: Ein Großteil der Strahlung wird gefiltert, sodass nur noch gut die Hälfte davon Ihre Haut erreicht.

7. Ausreichend Sonnencreme auftragen (Faustregel: Der Körper wird in elf Bereiche unterteilt – Kopf und Nacken, linker Arm, rechter Arm, Brust, Bauch, obere Rückenhälfte, untere Rückenhälfte, linkes Bein, rechtes Bein, linker Unterschenkel und Fuß, rechter Unterschenkel und Fuß. Auf jeden Bereich kommt so viel Sonnencreme, wie auf Zeige- und Mittelfinger passen). Stellen, auf die Sonnenstrahlen fast senkrecht fallen, wie Schultern oder Nase, brauchen einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor. Für die empfindlichen Lippen eignet sich ein spezieller UV-Stift.

8. Beim Schwimmen sollten Sie auf wasserfeste Sonnencremes zurückgreifen. Aber Vorsicht: Wasserfest heißt nur, dass die Creme auch vor UV-Strahlen im Wasser schützt. Danach müssen Sie unbedingt nachlegen, weil feuchte Haut sonnenempfindlicher ist als trockene und viel UV-Schutz durch das Abtrocknen abgerubbelt wird. Deshalb lieber trockentupfen. Übrigens hält wasserfeste Sonnencreme unter Wasser nur circa 80 Minuten.

9. Nach einem Sonnenbad braucht Ihre Haut viel Feuchtigkeit. Nach dem Duschen die Haut mit einer After-Sun-Lotion beruhigen.

10. Manche Stellen wie Dekolletee oder Hals sind der Sonne häufiger ausgesetzt als andere und benötigen daher intensivere Pflege. Hier empfehlen sich Masken oder Repair-Emulsionen.

Die meisten Deutschen sind übrigens schon sensibilisiert, was Sonnenschutz angeht. So ergab Studie mit mehr als1000 Teilnehmern des VKE-Kosmetikverbands (Vereinigung von Duft- und Kosmetikherstellern), dass fast 90 Prozent der Befragten im Sommer auf Sonnenschutz zurückgreifen.

Im Frühjahr aber benutzt nur jeder Zweite Sonnencreme, im Herbst sinkt der Prozentsatz auf 33 und im Winter auf 19 Prozent. Gefährlich! Da die Sonne ganzjährig Schäden anrichten kann. Schnee und Eis können im Winter die Strahlung sogar um 90 Prozent intensivieren, weil sie sie reflektieren, so stark wie im Sommer ist sie aber dennoch nicht. Tipp: Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor verwenden.

Wie UV-Strahlen genau wirken und wie Sonnencreme den Eigenschutz Ihrer Haut verlängert, lesen Sie auf der zweiten Seite.