Erschreckende US-UntersuchungViele Lippenstifte enthalten giftiges Blei

© Colourbox.de

Etwa 3,5 Kilogramm Lippenstift soll eine Frau in ihrem Leben essen. Das ergaben Hochrechnungen. Umso beunruhigender sind mit diesem Wissen die Untersuchungsergebnisse FDA - Lippenstifte: In vielen Lippenstiften bekannter Marken fand die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelzulassungsbehörde, U.S. Food and Drug Administration (FDA), Spuren von Blei. Da stellt sich die Frage nach Risiken für die Gesundheit.

Spätestens seit es im Jahr 1987 aus Benzin aufgrund von Gesundheitsrisiken verbannt wurde, ist klar, dass Blei dem Körper schadet. Bleistifte machen ihrem Namen schon lange keine Ehre mehr und in Farben wird es auch nicht mehr benutzt. Zumindest, wenn es nicht um Lippenfarbe geht. L’Oréal USA nimmt unter den 400 von der FDA getesteten Lippenstiften mit dem „Color Sensational 125 Pink Petal“ von Maybelline Jade (entsprechende Bezeichnung in Deuschland: „125 Schimmer Pink“) die Spitzenposition auf der Blei-Liste ein und taucht in den Top 10 der am stärksten belasteten Lippenstifte gleich fünfmal auf. Die übrigen Plätze teilen sich NARS, Cover Girl Queen Collection und Stargazer.

© Colourbox.de

Blei hat seine Tücken. Das Schwermetall bleibt lange im Körper und kann sich dort anhäufen. Es gibt zwar keine offiziellen Grenzwerte, bei einer hochdosierten Aufnahme aber leiden zunächst Nieren und Blut, in extremen Fällen folgen Lähmungen bis hin zum Tod. Aber die FDA gibt Entwarnung. Von solchen Konzentrationen kann in diesem Fall nicht gesprochen werden. Bei normaler Anwendung gelangen nur geringe Mengen über die Haut in unseren Körper und stellen kein Risiko dar.

Trotzdem ist vor allem für Eltern Vorsicht geboten. Denn viele Kinder verstehen unter „normaler Anwendung“ das Essen von Lippenstift. Zum Vergleich: In den USA liegt der Grenzwert für Blei in Süßigkeiten bei 0,1 ppm (parts per million). L’Oréals Spitzenreiter bietet ganze 7,19 ppm.