Frostschutz Die große Zitterpartie

S. 1/4

 

Warum, verdammt noch mal, frieren vor allem wir Frauen? Und warum reicht dem männlichen Geschlecht schlicht ein T-Shirt bei Wind und Wetter?
© Getty Images
Neben der individuellen Konstitution und dem von Mensch zu Mensch unterschiedlichen Kälteempfinden gibt es physiologische Tatsachen: Die Toleranzgrenze unserer Wohlfühlkörpertemperatur zum Beispiel schwankt nur um 0,7 Grad.

Das heißt: Die Körperkerntemperatur des Menschen beträgt zwischen 36,8 und 37,5 Grad Celsius. Sinkt diese unter 36,8 Grad, stellt der Körper die Blutgefäße enger, zuerst an Händen und Füßen, damit weniger Wärme verloren geht.

Muskeln contra Fett

Je mehr Muskeln jemand hat, desto besser funktioniert sein Stoffwechsel – und desto mehr Wärme kann er produzieren. Der Körper des Mannes besteht zu 40 Prozent aus Muskeln und zu 15 Prozent aus Fett, Frauen haben nur 25 Prozent Muskeln, aber 25 Prozent Fett. Das wäre nicht weiter schlimm, denn Fett kann Wärme isolieren.

Problem: Heute ist Schlanksein in. Und das heißt für die moderne Frau: büßen! Denn von Natur aus hat sie nicht genug Muskeln zur Wärmeproduktion; nun fehlt ihr auch noch eine ordentliche Portion Fett, um die Wärme zu halten.

Bei krankhaft schlanken Menschen, denen Nährstoffe zur Wärmeerzeugung fehlen, ist Frieren eine Sparmaßnahme. Die Körpertemperatur der Betroffenen ist niedriger als bei Normalgewichtigen, sie passt sich auch schwerer der Außentemperatur an.
Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar