Fit und schlank in 28 TagenSelbsttest: „So boxe ich mich zum Star-Körper“

von AMICA Online Autorin
Alle Infos zu Ramona: oder folge mir auf

[kein Linktext vorhanden]„Sie brauchen kein Supermodel, kein Boxer und kein Profisportler zu sein, um die Wirkungen dieses fantastischen Programms zu erfahren“, verkündet Supermodel Adriana Lima im Vorwort des Fitnessbuches „Punch!“. Doch wie viel Wahres steckt in diesen Worten?

Ich schaue mir die vielversprechende Fitness-Bibel des Personal Trainers Michael Olajide genauer an. Denn wenn es der Ex-Profi schaffte, eine frisch gebackene Mama wie Frau Lima in gerade mal fünf Wochen zurück zur Top-Form zu bekommen, wieso nicht auch den Normalo zum gestählten Profi? Zumindest ein paar Kilo weniger auf der Hüfte wären bei knapper Sommermode ideal. Bereits nach den ersten Seiten des Fitnessbuches bin ich motiviert und beschließe: Ich wage den Selbstversuch!

Die Grundidee von „Punch!“ lautet: Topfit in nur 28 Tagen, ganz ohne lästigen Gang ins Fitness-Studio. Eine Kombination aus straffem Sportplan, gesunder Ernährung und der passenden mentalen Einstellung soll’s bewirken. Auf mehr als zweihundert Seiten will Personal Trainer Michael Olajide, der auch Stars wie Hugh Jackman und Eva Mendes trainiert, einen Leitfaden für ein ganz neues Leben liefern. Denn „wenn es darum geht, schlank zu bleiben, hört der Kampf nie auf“.

Grundlagen des Work-outs

Das Programm, das Olajide nach dem Ende der Box-Karriere entwickelte, basiert vor allem auf vereinfachten Elementen aus Box-Übungen. Das Konzept verspricht, den gesamten Körper zu schulen und so viele Muskelfasern wie möglich zu beanspruchen. Erreichen will der Fitnesstrainer dies durch eine Zusammensetzung aus acht Work-outs, die in einem Zeitraum von vier Wochen jeweils drei Tage lang angewendet werden. Sind die drei Tage um, ist ein neues Work-out an der Reihe. Jeden siebten Tag sollen die Nachwuchs-„Puncher“ als Ruhetag genießen.

© PR
Ex-Boxer Michael Olajide will jedem zum Traumkörper verhelfen. Ob das so einfach geht?
Den größten Anteil im Fitnessplan hat das Cardio-Training: Mit Hilfe eines simplen Sprungseils (oder natürlich auch einer luxuriöseren Variante aus dem Sportfachhandel) werden verschiedene „Aerojumps“ ausgeführt. In Kombination mit Übungen des Schattenboxens und „Aerosculps“, die den Unterkörper beanspruchen, soll das Programm wahre Wunder bewirken.

Ich bin gespannt, ob die Übungen tatsächlich so einfach sind, wie sie auf den Buchabbildungen aussehen. Laut Olajide sind die von ihm entwickelten Work-outs für Box-Laien wie mich kein Problem. Zudem motiviert mich seine Erläuterung, dass viele Promis entgegen der Vermutung sogar einen fatalen Stoffwechsel besitzen. So viel also zu den „guten Genen“! Die Übungen von „Punch!“ sollen überall machbar sein - egal ob zu Hause vor dem Fernseher oder draußen im Grünen.

Die Misch-Kost macht’s

„Essen Sie, was Sie wollen“, preist Michael Olajide die Ernährung zum „Punch!“-Programm an. Doch halt! Wer sich jetzt schon auf abnehmen trotz Pizza, Cola und Ähnlichem freut, sei gewarnt. Zwar lautet das Credo des Profiboxers, seinem Körper das zu geben, was er verlangt, doch rät er zu gesunder Kost. Das heißt in seinem Fall: Eine Kombination aus komplexen Kohlenhydraten wie Obst, Gemüse oder Getreide, ausreichend Proteinen aus Fleisch oder Milchprodukten und gesundem Fett.

Zudem rät der Trainer von „Victoria’s-Secret“-Engel Adriana Lima, als Frau die Nahrungszufuhr auf etwa 1200 Kalorien zu beschränken, bei Männern auf 1500. Zum Traumkörper ohne Verzicht ist also eindeutig etwas anderes. Werde ich das überstehen? Immerhin kann ich meine exzessive Kaffeesucht offensichtlich weiterhin ausüben, ein Koffeinverbot erteilt Olajide nicht.

Dem Experiment steht eine weitere Hürde im Weg: Als Vegetarierin befürchte ich, den vorgeschlagene Ernährungsplan nicht umsetzen zu können. Olajide empfiehlt in den wenigen Beispielgerichten vor allem Proteine durch tierische Fette. Wie gut klappt „Punch!“ also als Vegetarier oder gar Veganer? Zu dieser Frage werde ich mich mit einem Ernährungsexperten in Verbindung setzen, der die Situation beurteilt.

© Ramona Nickl
Auf in den Ring! AMICA Online-Autorin Ramona Nickl wagt den Selbstversuch.
Ein weiterer Tipp des Fitness-Gurus lässt mich schmunzeln. In „Punch!“ schildert Olajide, selbst täglich nur etwa einen Liter Wasser zu trinken. Diese Tatsache begründet er schnell: „Warum leiden die meisten Menschen an Wassermangel? Weil sie hauptsächlich Fabriknahrung essen, die wenig Wasser enthält. Wenn Sie nur natürliche Nahrungsmittel essen, vor allem wasserreiches Obst und Gemüse, nimmt Ihr Körper bereits eine ausreichende Menge Wasser auf.“ Fabriknahrung steht selten auf meinem Speiseplan, ausreichend Wasser trinke ich jedoch nicht.

Also scheint das Fitnessprogramm ja eigentlich ideal zu sein, denn offensichtlich muss ich meine Gewohnheiten nicht umstellen - auch wenn diese in Sachen Flüssigkeitszufuhr nicht gerade vorbildlich sind. Ob das aber in Kombination mit viel Sport gut geht, wird sich herausstellen.

Letzte Vorbereitungen zum Fitness-Boxer

Die Aussicht, ohne großartige Umstellung meiner bisherigen Ernährung und mit ein wenig Sport und Ehrgeiz die Pfunde purzeln zu lassen, ist verlockend. Bevor es dann wirklich los geht, fehlt mir aber noch ein wichtiges Utensil. Ich besorge mir ein Springseil, das mich auf dem Weg zur Traumfigur begleiten soll und werfe die imaginären Boxhandschuhe über. Auf in den Ring!

 

Noch mehr Fitness-Inspiration gibt's in Form heißer Promi-Hintern: