Woche 1 mit „Punch“Selbsttest: Was kann Adriana Limas Fitness-Programm?

von AMICA Online Autorin
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Menü: Gnocchi mit Gemüse, Joghurt mit Früchten, Süßkartoffel mit Brokkoli und Zucchini, Gurkensalat mit Garnelen und Pilzen – gesund, aber ausgewogen und wie bisher gehabt

Sexy: Essen ohne plötzliche Verbote, Kaffeeüberdosis inklusive

Unsexy: Windbeutel-Fäuste, ein imaginärer Boxgegner, Trainerbedarf

Gewicht zu Beginn: 67 Kilo, nach 7 Tagen: - 0,3 Kilo

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Es geht also los. Ich versuche Michael Olajides Fitnessprogramm „Punch!“ aus dem Buch in die Realität umzusetzen. Zu Beginn bin ich unfassbar motiviert, erkenne mich kaum selbst wieder: Freudig wird das schicke Sport-Outfit angezogen, Mini-Hanteln und hochmodernes PVC-Springseil liegen bereit. Zwar will ich meine Kalorienzufuhr nicht zwingend auf die empfohlenen 1200 Kalorien täglich beschränken – das funktioniert mit Vollzeitarbeit sowieso kaum.

Trotzdem versuche ich, zu möglichst kalorienarmen Nahrungsmitteln zu greifen. Viel Gemüse, Proteine durch Tofu und griechischen Joghurt (Vegetarierin bleibe ich nämlich), „gute“ Kohlenhydrate aus Reis, Dinkel und Ähnlichem – ich versuche mich an der von Olajide angepriesenen Mischkost. Als extremer Koffeinjunkie muss ich auch nicht auf mein Lebenselixier verzichten: Der Kaffee kurbelt laut Buch kurz vor dem Training sogar die Fettverbrennung an.

Tragisches Schicksal eines Körperclowns

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Nun aber zum eigentlichen Schwerpunkt: dem Work-out. Hauptzutaten: Sprünge und Boxelemente. Die anfängliche Euphorie wird schnell vom Springseil erdrosselt. Adriana Lima schildert ihre Erfahrung mit „Punch!“ sehr ansprechend: „Das Springseil, mein geheimes Lieblingswerkzeug, eignet sich für ein Work-out zu Hause, während meine kleinen Töchter ein Nickerchen machen.“

Vielleicht hätte ich bei dieser Aussage die Relation bedenken müssen: Frau Lima wohnt wohl kaum in einer 30-Quadratmeter-Bude mit eher eingeschränktem Freiraum. Klar, dass im Luxus-Apartment ausreichend Fläche für den Springseil-Radius ist.

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Süßkartoffel, Brokkoli und Zucchini in einer veganen Currysoße - diese Mahlzeit gönne ich mir während 'Punch!'.
Bei mir sieht das dann leider ziemlich tragisch aus: Wenn ich mich freue, mal nicht gestolpert zu sein, verheddert sich mein supertolles PVC-Spingseil in der Lampe, prallt am Regal ab oder lässt mich schreckhaft zusammenzucken, weil der verursachte Windstoß meinen Schreibtisch leerfegt.

An Tag zwei kommt es dann zu einem besonders schmerzhaften Zwischenfall. Bei der Faustkombi aus „Jab“ rechts und „Powerpunch“ links kommt mein schlummerndes Körperclown-Ich zum Vorschein.

Der Daumen kracht unüberhörbar, der Schmerz treibt Tränen in die Augen. In den Folgetagen boxe ich halbherzig mit geschwollenem Finger. Für Bewegungslegastheniker birgt „Punch!“ also ein Risiko.

Wo ist mein „Cornerman“?

Mit dem Aufwärmen funktioniert’s dafür umso besser, auch Spaß macht das Seilspringen trotz gewissem Risiko irgendwie. Ganz anders sieht es aus mit den „Aerobox“-Übungen: Nur aufgrund der Einzelbilder im Buch zu erkennen, wie es richtig geht? Kaum umsetzbar. Nicht nur habe ich den schlimmen Verdacht, sämtliche Stöße falsch zu machen. Ich komme mir wie ein Patient einer Irrenanstalt vor, wenn ich mit Windbeutel-Fäusten im „Kampftempo“ 128 Mal meinen imaginären Boxgegner verprügle. Wie ein respekteinflößender Profi sehe ich eindeutig nicht aus. Wie das richtig geht, weiß ich aber auch nicht so recht.

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Ex-Boxer Michael Olajide will jedem zum Traumkörper verhelfen. Ob das so einfach geht?
Ich sehne mich nach einem Trainer, der mir helfend zur Seite steht und die Hölle heiß macht. Wo ist denn nun mein „Cornerman“, wie sich Michael Olajide im Buch anpreist? Diesen vermisse ich schmerzlich. Dafür sind die Folgen des Workouts am nächsten Tag zu spüren: Fieser Muskelkater im gesamten Rücken, an Armen und Beinen. Das Jammer-Potenzial ist gigantisch, doch „the show must go on!“  Erst an Tag sieben darf laut meinem abwesenden Coach ein Ruhetag eingelegt werden. Bis dahin heißt es Zähne zusammenbeißen, Muskelkater und Frust überspielen.

Und wie sieht’s mit meiner Kampfmaschine Körper aus? Der Speck wobbelt auch am letzten Tag der ersten überstandenen Woche, aber der ist auch reichlich vorhanden. Immerhin gibt der Blick auf die Waage einen kleinen Hoffnungsschimmer: Magere 0,3 Kilo sind runter. Aber ob das wirklich vom Training kommt?

Das Seil wurde in dieser Woche schnell zum Feind, den essentiellen Box-Teil würde ich am liebsten ganz vom Trainingsplan verbannen. Vielleicht muss ich ein anderes Buchkapitel nochmal genauer studieren: „Ihr Geist – das mentale Programm“. Na dann:  Aufwachen, ihr Seelengeister!

 

Beginn des Selbstversuchs: Lesen Sie alles zur Idee von Michael Olajides "Punch!".

 

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