Woche 4 mit „Punch“Selbsttest-Fazit: Habe ich den Gegner Speck besiegt?

von AMICA Online Autorin
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© Ramona Nickl
Und? Wie sieht's aus mit dem Speck-Bauch?
Menü: Asia-Nudeln mit Seidentofu und Gemüse, frische Beeren, Buchweizen-Nudeln mit Pesto

Sexy: Licht am Ende des Tunnels

Unsexy: Der Endstand bei Gewicht und Körperform

Gewicht: 65,5 Kilo (immerhin - 1,5 Kilo seit Beginn!)

Geschafft! Vier Wochen mit Michael Olajides Fitnessprogramm „Punch!“ sind zu Ende. Das hieß im Falle meines Selbstversuchs vor allem etliche Schmerz-Momente, deprimiertes Luft-Boxen und dennoch der ein oder andere kleine Erfolg. „Ich möchte, dass jeder, der an meinem Kurs teilnimmt, am Ende in besserer Form ist als am Anfang“, schreibt Olajide im Vorwort zu seinem Buch. Bin ich denn nach 28 Tagen besser in Form? Ja. Aber so ganz begeistert das Endergebnis nicht.

© Ramona Nickl
Diese Woche ging's kulinarisch nach Asien mit Seidentofu und Mie-Nudeln.
In meinem persönlichen Umfeld warte ich vergeblich auf die Frage „Hast du abgenommen?“. Noch schlimmer: Jedes Mal, wenn ich meinen Selbstversuch erwähne, scheint so etwas wie Mitleid in den Augen meines Gegenübers aufzuflackern.

Aber ok, meine Kampfmaschine braucht eben etwas länger als die vorgegebenen vier Wochen, um in Form zu kommen. Oder liegt es doch am Programm selbst, das nicht so ganz ideal ist?

Muskeln im Speckmantel

Wie bereits letzte Woche erwähnt, gab es einen Gewichtsschock: Nach drei Wochen war mein Gewicht plötzlich wieder im Ausgangszustand. Klar, dass da in sieben weiteren Tagen nicht mehr viel zu machen ist – ein extremer Gewichtsverlust in so kurzer Zeit wäre alles andere als gesund. Knapp eineinhalb Kilo weniger sind's am Ende immerhin.

© Sven Spindler
Der etwas peinliche Fotobeweis: Ich habe einen Ansatz von Bauchmuskeln!
Aber Fakt ist: Nicht nur am Bauch sind die bereits erwähnten Ansätze von Muskeln zu entdecken - heute gibt's auch den erwähnten Urlaubsfoto-Beweis! Auch die einstigen Pudding-Ärmchen überraschen mit Baby-Muskeln. Hintern und Schenkel fühlen sich – zumindest in meiner Einbildung – muskulöser an als bisher.

Doch der Speck ist weiterhin Frustfaktor. Bei einem Normalo wie mir geht der Plan mit dem „fit in 28 Tagen“ wohl nicht so ganz auf. Adriana Lima schaffte es mit „Punch“ in knapp fünf Wochen nach Geburt ihres Kindes zurück zum Model-Traumkörper. Aber das ist es eben – sie ist ein Model und hatte Michael Olajide persönlich bei sich.

Nach vier Wochen Luft-Box-Wahnsinn und gewalttätigem Umgang mit dem Springseil bin ich bei den Übungen an sich mittlerweile geübter, aber die Schusseligkeit lässt sich nun mal nicht ausschalten. Stolpervorfälle und Mini-Unfälle kommen immer noch vor. Doch bis zum letzten Tag stört mich weiterhin die Tatsache, dass ich selbst nach dieser Zeit nicht sicher weiß, ob ich das Work-out korrekt ausführe.

„Punch“ ein Leben lang?

Nun ist es aber an der Zeit, ein Fazit zu ziehen. So ganz einer Meinung bin ich mit Michael Olajide nicht, dass man „Punch“ zu einem dauerhaften Lebensinhalt machen kann. Erstens ist die Ernährung dafür nicht ideal – dieser Meinung war auch Ernährungswissenschaftlerin Kirsten Brüning: „Die pauschalen Empfehlungen finde ich gut, nur die konkreten Empfehlungen in puncto Energie sprich die Portionsgrößen passen nicht, das ist viel zu wenig.“

Was ich von diesem Selbstversuch aber auf jeden Fall mitnehmen möchte, ist: Das Sprungseil! Ja, zu Beginn war dieses harmlos wirkende Utensil noch mein Feind. Aufgrund seiner Größe aber ist das Sprungseil ideal! Das passt perfekt in die Hosentasche, um bei einer Runde Joggen auf der Wiese im Park ausgeworfen zu werden. Genauso die Mini-Hanteln, die wunderbar in andere Work-outs integriert werden können.

© Ramona Nickl
Freude und Stolz sind groß: Ich habe 'Punch' überstanden!
Bye, bye, Box-Karriere

Eine Zweitkarriere als Boxerin wird es bei mir nicht geben. Wenn ich je wieder Box-Bewegungen ausführen werde, dann nur mit einem realen Gegenüber. Doofes Luftboxen habe ich satt. Zu groß sitzt das Trauma vom kleinen Kind auf der Straße: Beim Anblick durch das Fenster meiner Erdgeschosswohnung, wie ich einen imaginären Gegner vermöbelte, bekam sich der kleine Bub kaum mehr ein vor Lachen und äffte mich nach. Kreisch! Zum Kleinkinder-Spott mache ich mich nicht nochmal.

Also: Wer schon eine grundlegende Kondition hat und nicht absoluter Sport-Anfänger ist, sieht sicher schneller Ergebnisse als ich. Um auch bei schlechtem Wetter oder wenig Zeit zu Hause Bewegung zu bekommen, ist „Punch“ ab einer angemessenen Behausung machbar – meine Einzimmerwohnung engte mich da eher ein.

Vor allem aber scheint „Punch“ eben das zu sein, wodurch es mit großen Namen wie Hugh Jackman, Eva Mendes und Adriana Lima bekannt wurde: Ein Fitnessprogramm für Personen, die erstens ausreichend Zeit (und Geld) für das persönliche Training mit Michael Olajide haben.

Zweitens ein Promi-Work-out für solche, die durch ihren Beruf schnell fit werden müssen. Zumindest in dieser Hinsicht kann ich jetzt von mir behaupten, mal ein bisschen „Hollywood-Feeling“ geschnuppert zu haben. Auf einen so anstrengenden Einblick in die Glamour-Welt verzichte ich künftig freiwillig.

 

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Video / 0:55 Min. / AMICA Online/Wochit

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