"Das Parfum"So duftet Kino

© Constantin Film

Small-Talk-tauglich: Hier kommen sieben kleine Geschichten rund um den Sensationsfilm nach Süskinds Werk „Das Parfum“, der am 14. September in die deutschen Kinos kommt.

Der Autor
Der scheueste Prominente Deutschlands lebt völlig zurückgezogen in Paris und München und hat seit 20 Jahren kein Interview mehr gegeben. Einer der wenigen Menschen, die ihn ab und zu sehen, ist der Regisseur Helmut Dietl – er schreibt mit ihm zusammen Drehbücher.

Das Buch
„Das Parfum“ erschien 1985 und wurde mit 2,5 Millionen verkauften Exemplaren zu einem der größten Erfolge der deutschen Literaturgeschichte. Vor diesem Rekord kapitulierte selbst Süskind: Er schrieb zwei Jahre später noch den Roman „Die Taube“, seitdem ist von ihm außer ein paar kurzen Erzählungen nichts Wesentliches mehr erschienen.

Der Film
Mit 60 Millionen Euro Budget ist „Das Parfum“ einer der teuersten Filme, die je in Deutschland produziert wurden – dennoch sind deutsche Schauspieler nur in kleineren Rollen zu sehen. Neben Hauptdarsteller Whishaw glänzen vor allem die Stars Dustin Hoffman und Alan Rickman.

Der Regisseur
Beobachter der Dreharbeiten behaupten, mit Ben Whishaw habe Tom Tykwer im Grunde sein Alter Ego gefunden. Schon die äußere Ähnlichkeit ist verblüffend – aber die beiden sollen sich im Lauf der Verfilmung auch persönlich immer ähnlicher geworden sein, das gibt sogar Whishaw zu.

Der Aufwand
Die abschließende Massenszene, in der sich hunderte von nackten Menschen auf- und durcheinanderwälzen wie ein Meer aus Haut, wurde sechs Monate lang choreografiert, bis jede Bewegung saß.

Der Film über den Film
„Das Parfum“ ist vermutlich der einzige Film, dessen Entstehungsgeschichte verfilmt wurde und schon vor dem Kinostart im Kino zu sehen war: Helmut Dietls Meisterwerk „Rossini“ (1997) zeigte das Buhlen des Erfolgsproduzenten (Heiner Lauterbach als Bernd-Eichinger-Verschnitt) um den scheuen Autor (Joachim Król als Patrick-Süskind-Kopie) ziemlich ungeschminkt.

Der Duft zum Film
Auf manche Ideen muss man erst kommen. Zum Beispiel: ein Parfüm zu „Das Parfum“ zu kreieren. Genauer gesagt: 15 Parfüms. Inspiriert von Süskinds Roman entwarfen die Parfümeure Christoph Hornetz und Christophe Laudamiel Düfte zu einigen Schlüsselszenen. Aus dem Buch wurde ein Film und aus dem Freizeitprojekt von „Les Christophs“ eine Zusammenarbeit mit Thierry Mugler Parfums. Das Resultat: ein Coffret mit 15 Düften, die den Film erriechbar machen (erhältlich in Parfümerien, um 550 Euro).

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