Kritik für Weihnachtslook Michelle Obama trägt 6800-Dollar-Teil

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Outfit-Recycling: Michelle Obama kam zum Weihnachtsevent in einem Oberteil von J. Mendel, das sie bereits im Sommer 2012 getragen hatte.
Ein in Silber besticktes Oberteil, ein weißer Plissee-Rock, die silberfarbenen Pumps harmonierten perfekt dazu: Michelle Obama glänzte in einem festlichen Outfit. Ganz passend zur Weihnachtsveranstaltung im National Building Museum in Washington. Der Meinung waren allerdings längst nicht alle Politikkommentatoren. Denn das edle Oberteil kommt aus dem Hause J. Mendel und kostet 6800 US-Dollar.

Bereits im Juli 2012 hatte die Präsidentengattin diese Kreation getragen – zu einem Empfang im Buckingham Palast in London. Damals kritisierte der Autor des Politikblogs „Gateway Pundit“, dass Michelle Obama mehr Geld für ein Outfit ausgegeben habe als eine durchschnittliche amerikanische Familie im Monat verdiene (nämlich 4284 US-Dollar). „Sie tut das obwohl die Amerikaner immer noch unter tiefer Rezession und Rekordarbeitslosigkeit leiden“, schrieb Jim Hoft.

Eine Kritik, die die Onlineausgabe der britischen „Dailymail“ anlässlich des aktuellen Weihnachtsevents wieder aufgriff. Sie kritisierte, dass das somit immer noch 3400 US-Dollar pro Auftritt seien. Da ließe sich der Präsidentengattin zugute halten, dass sie ihr Outfit immerhin recycelt hat und nicht in einen neuen Look investierte.

In Sachen Stil hat Michelle Obama alles richtig gemacht. Die kurzen Flügelärmel setzten ihre wohlgeformten Oberarme in Szene, das zarte Weiß mit den Silber-Akzenten ergab einen harmonischen Festtagslook. Farblich abgestimmt kombinierte ihre Tochter Sasha einen asymmetrischen Strickpullover zum hochgeschnittenen Tüllrock. Einen Kontrast setzte ihre Schwester Malia im schwarzen Spitzendruck-Kleid.

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Strahlende Präsidentenfamilie (v.r.): Neben Michelle und ihrem Mann Barack strahlten die Töchter Malia und Sasha sowie Oma Marian Robinson.
Gut gelaunt präsentierte sich die Familie jedenfalls zum Weihnachtsevent. An Hugh Jackman gerichtet scherzte der Präsident: „Ich möchte unserem Gastgeber Hugh Jackman dafür danken, dass er an unsere Sicherheit gedacht hat und seine Wolverine-Klauen zu Hause gelassen hat.“ Bevor das Konzert mit prominenter Besetzung aus Sheryl Crow sowie den Backstreet Boys begann, sammelten die Töchter Sasha und Malia zusammen mit ihrer Mutter Michelle die Geschenke ein. Sie kommen den Patienten des Children’s National Medical Center in Washington zugute.

Und wenn Michelle Obama ihre Designer-Kreation in den nächsten Jahren noch ein paar Mal recycelt, stimmt sie vielleicht auch ihre Kritiker weihnachtlich milde.