Air Yoga als Anti-Aging-MethodeSchwebend stehen die Stars Kopf

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Die Yogisten der Zukunft heben ab. Schwebend, schwerelos, schmetterlingsgleich vollführen sie ihre Übungen. Und sind Teil eines brandneuen Fitness-Trends: dem Air Yoga. Oprah Winfrey, Antonio Banderas, Mariah Carey, und, und, und… – die Liste der Anhänger unter den Fitness-begeisterten Stars ist lang. Pink baute es bei einer Live-Performance zu „Glitter in the Air“ sogar in ihren Bühnenauftritt ein. Jetzt schwappt der Trend nach Europa.

Fliegen gehört schon immer zu den Träumen der Menschheit. Die wohltuenden Yoga-Übungen schwebend statt stehend oder liegend auszuüben, ist zumindest ein kleiner Schritt in diese Richtung. Einer, den immer mehr Menschen tun. Die an der Decke befestigten Tücher schenken den Übenden Halt und Stütze, hüllen sie zur Entspannung ein wie ein Kokon, ermöglichen viel einfacher und effektiver die so genannten Inversionsstellungen, bei denen die Welt kopfüber hängt.

[kein Linktext vorhanden]„Air Yoga erleichtert gerade die Übungen, die risikobehaftet sind und bietet gleichzeitig eine ganz spezielle geistige Wirkung“, erklärt Dr. Kai Kaufmann, Yoga Personal Trainer aus Hamburg, die Vorteile der neuesten Yoga-Richtung. „Da in den schwebenden Stellungen die Schwerkraft anders erfahren wird als auf dem festen Boden, werden Verletzungsrisiken minimiert. Ein Schulterstand auf dem Boden wirkt sich anders auf den Körper aus als in einem Tuch, das nachgibt.“ Auch weniger sportlichen Yogis fällt es mit Hilfe des Tuchs leichter, bestimmte Yoga-Stellungen (Asanas) auszuführen. Und weiter: „Das Loslösen von der Schwerkraft sowie das Hin- und Herwiegen beim Air Yoga gibt einem das Gefühl, getragen und geschützt zu werden, wie in einer Art Kokon.“

Auch Umkehrübungen wie der Kopfstand, die Kerze, etc. erleichtert das Tuch. Zwar gibt es noch immer Experten, die vor den so genannten Umkehrstellungen warnen. Doch auch hier gilt: Wer es mit Maß und vor allem Achtsamkeit tut, der tut sich keinen Schaden, sondern das Gegenteil an. Nicht umsonst ergab eine Studie der Universität in Newcastle, dass 77 Prozent der geprüften Patienten bei einer so genannten Inversionstherapie ihre Rückenschmerzen wieder loswurden. Der Grund: Durch das Hängen dehnt sich der Raum zwischen den Bandscheiben. Kehrt man zurück in die normale Stellung nehmen sie automatisch wieder den für sie besten Platz in der Rückgrat-Architektur ein. Gleichzeitig weisen eine Menge Studien darauf hin, dass durch das Kopfüberhängen die Blutversorgung im Gehirn gesteigert wird und damit auch dessen Leistungsfähigkeit wächst. Netter Nebeneffekt: Diese Stellungen sollen auch Falten reduzierend und verjüngend wirken.

Und selbst wer nix mit Yoga am Hut hat und sich vor allem regelmäßig recken und strecken möchte, um seinem Körper etwas Gutes zu tun, hat mit den Yogaswing-Matten ein perfektes Übungs- und Hilfsmittel. Sie werden einfach an der Decke oder im Türrahmen aufgehängt. Die Handgriffe bieten guten Halt. Die Stoffe fühlen sich auch auf nackter Haut gut an und sind leicht waschbar. Nicht nur für die Kinder verwandeln sich die Yoga-Hängematten blitzschnell in eine verführerische Schaukel - oder aber ebenfalls in ein Air-Yoga-Gerät, mit dem sich die verschiedensten Bewegungen und Stellungen spielerisch lernen lassen.