Bikram-Yoga Schwitzen wie die Stars
Julia Roberts, Demi Moore und Ashton Kutcher lieben es: Bikram-Yoga. Das ist schweißtreibend. Und sonst? Ich habe die heiße Variante ausprobiert.
Text: Kerstin Kotlar
Topmodel Anja Rubik, Pop-Queen Madonna, Schauspielerin Cameron Diaz – sie alle tun es: Yoga ist die Sportart der Stars und das seit Jahren. So halten sie Geist und Körper in Einklang und Form. Neben Demi Moore und Ashton Kutcher steht auch Julia Roberts auf Bikram-Yoga. Ein Grund mehr für mich diese Variante einmal auszuprobieren – zeigt die Schauspielerin doch gerade auf den Roten Teppichen neben ihrem berühmten Strahlelächeln wieder ihre traumhafte Figur.Im Gegensatz zu anderen Yoga-Formen findet Bikram in einem auf Körpertemperatur aufgeheizten Raum statt. Deswegen heißt es auch Hot Yoga. Angesichts des schmuddeligen Regentags freue ich mich schon auf wohlige 38 Grad. Ich mache zwar regelmäßig Yoga, aber vom Super-Yogi bin ich weit entfernt.
Das Münchner Bikram-Studio empfängt mich mit entspannter Atmosphäre. Doch die Yoga-Lehrerinnen heißen hier „Instructor“. Das verrät: Kein esoterischer Singsang, sondern sportliche Betätigung sind angesagt. Los geht es mit der Pranayama-Atmung. Eine Mischung aus Brummen und Keuchen der unterschiedlichen Ausatmungen erfüllt den Raum. Wir biegen uns zum „Halbmond“ (Ardha-Chandrasana), verknoten uns zum „Adler“ (Garurasana). So weit, so gut. Der Schweiß perlt.
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Das Dreieck strafft Bein- sowie Po-Muskulatur und fördert die Beweglichkeit der Hüftgelenke.
Es geht heiß her
„Den Blick immer schön geradeaus in den Spiegel vor euch richten“, korrigiert die Lehrerin. Das ist gewöhnungsbedürftig. Denn dort sehe ich vor allem wie sich meine Gesichtsfarbe immer mehr einer sonnengereiften Tomate annähert. Aber es geht ja schließlich um die korrekte Haltung. Die trainieren wir weiter mit dem „Baum“ (Tadasana), dem „balancierten Stock“ (Tuladandasana) bis hin zum „Dreieck“ (Trikanasana).Erstaunlicherweise bereitet mir die Dreieckshaltung – im Unterschied zum klassischen Hatha Yoga – keinerlei Schwierigkeiten. Ich stehe stabil und erreiche problemlos den Boden. Scheint etwas dran zu sein an der Tatsache, dass die 38 Grad die Beweglichkeit von Muskeln und Gelenken verbessern. Insgesamt spielen bei den 26 Asanas natürlich Balance, Körperspannung und Konzentration zusammen. Der Schweiß läuft jetzt.
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Das „Kaninchen“ dehnt intensiv die Wirbelsäule.
Mein Fazit:
Die 90 Minuten waren schweißtreibend, mit belebendem Saunafeeling. Ich fühle mich angenehm ausgepowert und Abschalten war garantiert, da ich ganz mit meinem Körper beschäftigt war.Der morgendliche Blick in den Spiegel verrät am Tag danach: An Julia Roberts’ Powerstrahlen komme ich zwar nicht ganz hin, aber mein Teint wirkt frischer, die Haut ist zarter. Darauf lässt sich aufbauen!
Fakten zum Bikram-Yoga:
- Erfinder: Bikram Choudhury
- Credo: „Es ist nie zu spät, es ist nie zu schlimm, Sie sind nie zu alt, Sie sind nie zu krank, um nochmal von vorn anzufangen, um noch einmal geboren zu werden!“
- 26 Yoga-Übungen bei 38 Grad
- Asanas werden zwei Mal wiederholt
- Wichtig: vorher und nachher viel Trinken










