Jivamukti Die befreite Seele

S. 2/5

 

© Martin Vogt
„Jivamukti“ bedeutet übersetzt „befreite Seele“. Was in der Theorie recht abgehoben und wie ein Zustand klingt, den allemal ein vergeistigter Mönch in fernen Osten erreichen kann, wird in der Praxis zum fühlbaren Erlebnis, sobald ich es mir auf der Yoga-Matte bequem gemacht habe.

Bereits nach einer Minute spüre man beim Yoga den positiven Effekt auf den Körper, behaupten die „Gurus“ Gannon und Life – und tatsächlich fühle ich den Alltag von mir abfallen, sobald das gemeinschaftliche „Om“ zu Beginn der Stunde durch den Raum hallt, und ich bemerke sehr schnell, wie der Körper zur Ruhe kommt, sobald ich den Anweisungen des Lehrers folge.

Ujjayi heißt die Atemtechnik, bei der man die Stimmritze verschließt und besonders tief in den Brustkorb atmet. Kaum beginne ich, die Luft geräuschvoll in die Lunge zu saugen, weiß ich plötzlich, wie kurzatmig ich sonst durch das Leben laufe.
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