„Naked Yoga“ Keine Miss-Show

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Die ganze Bandbreite „von alt, jung, schön und weniger attraktiv“ hat Yoga-Lehrerin Jessica schon vor sich gehabt. „Dies ist schließlich kein Schönheitswettbewerb, sondern der echte Versuch, Körper und Geist vollständig in Harmonie zu bringen“, erklärt die Kalifornierin. Jessica verweist aber auf einen kleinen Unterschied zwischen ihren nackten und angezogenen Klassen. Wird ihr traditioneller Kurs im Schnitt von mehr Frauen besucht, so lassen beim Nackt-Yoga mehr Männer mit den Hüllen die Vorbehalte fallen.

Über 16 Millionen erwachsene US-Bürger praktizieren Yoga, fand das „Yoga-Journal“ durch eine landesweite Umfrage im Jahr 2005 heraus. Damit sei das Yoga-Fieber im Vergleich zum Vorjahr um mehr als fünf Prozent gestiegen. „Im gewöhnlich prüden Amerika wird Nackt-Yoga sicher keine Massenbewegung werden“, räumt Rob Kandell ein. Aber eine immer größere Gruppe sei bereit, die Grenzen zu übertreten und die „vorgeschriebenen“ Körperideale über Bord zu werfen, glaubt der Yoga- Lehrer. „Es ist eines der grundlegenden Menschenrechte, sich in seinem Körper wohl fühlen zu dürfen. Das wollen wir durch Nackt-Yoga erreichen.“

Für Yogi Kristin hat „Naked Yoga“ dazu einen praktischen Vorteil. „In so vielen Klassen werfen sich die Leute mit modischen Yoga- Klamotten in Schale“, beobachtet die 34-Jährige. Beim Nackt-Yoga kommt sie auf jeden Fall preiswerter davon.
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