WeltfrauentagAlarmierende Uno-Studie

Um die Chancengleichheit der Geschlechter ist es nach wie vor schlecht bestellt. Laut einer Uno-Studie, die am Weltfrauentag veröffentlicht wurde, werden Frauen vor allem in der Arbeitswelt stark benachteiligt und häufig zu Billiglöhnen beschäftigt.

Wie die Untersuchung „Globale Beschäftigungstrends bei Frauen“ ergeben hat, besteht im Hinblick auf Bezahlung, Arbeitsplatzsicherheit, Status und Ausbildung nach wie vor eine gewaltige Kluft zwischen Frauen und Männern.

„Trotz einiger Fortschritte bleiben immer noch viel zu viele Frauen auf den schlechtestbezahlten Tätigkeiten sitzen", sagte Juan Somavia, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), welche die Studie im Auftrag der Uno durchführte.

Somavia forderte, Frauen noch stärker zu fördern und im Berufsleben durch rechtliche und soziale Regelungen abzusichern. Andernfalls werde die „Verweiblichung der Armut“ anhalten und auch die nächste Generation erreichen.

Gleichzeitig sind der Studie zufolge weltweit mehr Frauen erwerbstätig denn je. Die ILO schätzt, dass im Jahr 2006 1,2 Milliarden der insgesamt 2,9 Milliarden Erwerbstätigen auf der Welt Frauen waren.