Frauen-Fußball-WM 2011Unsere Sommermädchen

von AMICA Online Autor Promi-Fan und Beauty-Enthusiast
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Célia Okoyino da Mbabi

Auf dem Weg zur Nationalmannschaft musste die Mittelfeldspielerin Célia Okoyino da Mbabi einiges aufgeben: ihren Nachnamen und ihre Staatsangehörigkeit. Die Sache mit dem Nachnamen klingt dramatischer, als sie ist, denn der passt einfach nicht auf das Trikot der Spielerin, weshalb dort jetzt nur „Célia“ steht. Die Halb-Französin und Halb-Kamerunerin ist die einzige Spielerin in der Bundesliga, die nicht ihren Nachnamen auf dem Rücken tragen kann. Ein viel größeres Opfer für Célia, die bis 2004 einen französischen Pass hat, war aber, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, eine wichtige Voraussetzung, um für die deutsche Nationalmannschaft spielen zu dürfen. Sogar ihr Vater musste schweren Herzens seinen kamerunischen Pass aufgeben, da Célia zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig war und daher neben der deutschen Staatsbürgerschaft auch das Einverständnis ihrer Eltern brauchte, die ebenfalls deutsche Staatsbürger sein müssen, um für Deutschland das runde Leder kicken zu dürfen. Wie die Fußballerin der „FAZ“ erklärte, sei sie aber stolz für Deutschland zu spielen: „Ich bin in Deutschland geboren, für mich ist es das Größte hier zu spielen“.

Birgit Prinz

Wenn es einen Star im Frauenfußball gibt, dann ist das Birgit Prinz. Die Mannschaftsführerin hat bereits jetzt eine Sport-Karriere hinter sich, von der andere nur träumen können: vier WM-Teilnahmen, von denen sie zwei gewonnen hat, drei olympische Bronzemedaillen, drei Europameistertitel und zudem wurde sie dreimal zur Weltfußballerin des Jahres gewählt. Mit 211 Länderspielen ist sie außerdem eine der erfahrensten Spielerinnen weltweit. Das erkannte selbst der italienische Männerfußballclub AC Perugia an, der ihr 2003 ein Millionenangebot machte. Prinz schlug das Angebot aus, aus Angst als Medien-Gag immer nur auf der Bank sitzen zu müssen. Auch auf andere lukrative Werbedeals verzichtete die Stürmerin des Nationalteams. Um nicht den Spaß am Fußball zu verlieren, benötigt Birgit Prinz einen Ausgleich: die gelernte Physiotherapeutin hat ein Psychologiestudium hinter sich. In diesem Beruf möchte die bescheidene Fußballerin, für die Teamgeist besonders wichtig ist, ebenso erfolgreich sein, wie auf dem Spielfeld. Aber zuerst steht ihr (hoffentlich) dritter Weltmeistertitel an …

Fatmire „Lira“ Bajramaj

„Lira“, wie Frauen-Fußball-WM 2011 - Lira Bajramajvon allen genannt werden will, hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Im Alter von fünf Jahren verlässt sie zusammen mit ihrer Familie ihre Heimat im Kosovo. Ihr Vater wurde politisch verfolgt, weil er verbotenerweise albanischen Kindern Sprachunterricht gab. Die Familie der Stürmerin landete zunächst in einem Asylbewerberheim, bevor es weiter in die neue Heimat Mönchengladbach ging. Dort entwickelte sich bei Lira bald die Freude am Fußball, was vor allem ihrem Vater zunächst gar nicht gefiel. Der urteilte nämlich, dass Fußball nur etwas für Jungs sei. Und dennoch durfte sie weiter spielen und wechselte mit nur 16 Jahren in die Bundesliga. Das war dem rebellischen Teenager aber zunächst zu stressig. Sie hatte keinen „Bock“ auf das Training und schwänzte es sogar ein Mal. Außerdem dachte sie, ihr Talent reiche aus, um weiterzukommen. Mit 17 platzte dann dank Bundestrainerin Silvia Neid der Knoten: Lira erkannte, dass hinter sportlichem Erfolg viel Ehrgeiz und harte Arbeit steckt. Die neue Arbeitsmoral der Mittelfeldspielerin hat sich ausgezahlt, denn jetzt steht sie im deutschen Kader und sorgt dort wie keine andere für Glamour und Eleganz. Die Medien lieben sie für Aussagen wie „ungeschminkt betrete ich das Spielfeld nicht“ und feiern sie als das schöne Gesicht des deutschen Frauenfußballs.

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