Der Intuitive Fische

S. 13/13

 

SO IST ER IM JOB
Eine definierte Karriereplanung gibt’s beim Fisch nicht. Still, verträumt und liebenswürdig scheint er sich treiben zu lassen und sitzt unvermutet – irgendwie – auf einem Chefposten. Dass er hart dafür gearbeitet hat, hat keiner so recht wahrgenommen. Denn Intuition und die Fähigkeit, im richtigen Moment am richtigen Platz das Richtige zu sagen, sehen nach Zufall aus. Ist aber keiner. Als Kenner der menschlichen Psyche weiß ein Fisch, auf wen er setzen kann und wen er sanft fallen lassen muss, um nach oben zu kommen.

SEINE MOTIVATION
Sehnsucht nach Erlösung. Der Weg: die Selbstauflösung. Davon gibt es drei Arten: die künstlerische durch Erschaffen von und Versinken in Bildern, die zerstörerische durch Drogen, Alkohol und chronisches Helfen und die spirituelle durch Dienst an anderen und Gottessuche.

SEINE STÄRKEN

Wenn’s um Bilder und Soziales geht, sind Fische die Größten: Ob als Künstler, in der Werbung, beim Film oder Fernsehen, Fische können Glanz und Illusionen erzeugen und Menschen Träume schenken. Sie sind phantasievoll, altruistisch, warmherzig und mitfühlend. Missgunst ist ihnen fremd, mehr noch, sie teilen gern und kümmern sich um Leute, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Sie ersetzen Logik durch Intuition, haben ein Herz für Außenseiter und sind nicht auf materielle Werte fixiert.

SEINE SCHWÄCHEN
Der richtig taffe Typ ist er nicht. Bei allem, was eng, streng, strukturiert und analytisch ist, schwächelt der Fisch: Er trödelt, er träumt, er ist nachgiebig, unentschieden und hypochondrisch. Im schlimmsten Fall ist er die Karikatur eines Weicheis, eine Supermimose. Fische verbreiten oft auf merkwürdige Art Unklarheit, Verwirrung und leugnen schlichtweg, was ihnen nicht in den Kram passt.

WIE MAN MIT IHM KLARKOMMT
Der Fisch hat Anteile aller anderen Sternzeichen in sich. Das ist das Geheimnis seiner Intuition – er erkennt sich selbst in anderen und kann sich wunderbar auf sie einstellen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Fisch-Kollege es mit Ihnen nett hat, dann wird er auch nett sein. Lächeln Sie ihn aufmunternd an, mehrmals täglich. Fische haben die Fähigkeit abzutauchen, was gelegentlich ganz praktisch ist. Andererseits leiden sie jedoch darunter, dass man sie schon mal übersieht oder nicht für voll nimmt. Aber Vorsicht! Das Programm „Wir kümmern uns um den sanften Fisch“ kann auch eine böse Falle (Fulltimejob) sein, nämlich dann, wenn der Fisch sich als chronisches Opfer sieht (und Sie der Typ der Retterin sind). Jeder Fisch muss lernen, sich selbst zu retten. Wenn Ihr Fisch aber ein Geber ist, jemand, von dem man alles haben kann, dann stehen Sie ihm bei, indem Sie ihm Mut zusprechen. Ziehen Sie ihn ins Vertrauen – Fische lieben Seelengespräche und freuen sich, wenn man ihnen vertraut. Zeigen Sie Gefühl, eine allzu rationale He-rangehensweise liegt ihm nicht. Mit schnellen Entscheidungen hat er es nicht so, Drängeln macht ihn unglücklich. Ein Fisch, auch wenn er den Chef gibt, ist leicht zu verletzen. Er weiß das und wird sich gelegentlich mit Schroffheit schützen. Wenn Sie ihn einladen, machen Sie es ihm gemütlich, mit Musik, viel Zeit und der Bereitschaft, auch über Privates zu reden.

BERÜHMTE FISCHE
Michelangelo (göttlicher Künstler), Karl May (alles nur erfunden, das aber genial), Heinz Rühmann (bescheiden, verschmitzt), Ronan Keating (soft, softer geht’s nicht), Andrea Sawatzki, Ornella Muti (beide diese Seelenaugen!)
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