Das VorlebenIhnen gehört die Zukunft

Nicht befreundet, aber auch nicht spinnefeind: Ein neutraler Umgang mit der Vorgängerin erspart einem viel Ärger. Aber wie soll man das anstellen? Das Wichtigste: sein Vorleben akzeptieren. Ein Mann ohne Vorleben ist so selten wie ein Sechser im Lotto. Bleiben Sie also gelassen: Durch die Art, wie seine früheren Beziehungen liefen, erfahren Sie auch eine Menge über ihn. Ist die Beziehung etwa daran gescheitert, dass er sich eingeengt fühlte? Dann lassen Sie ihm Freiräume. Über Ihre Gefühle sprechen. Wenn es Sie stört, dass er alle zwei Tage mit seiner Ex telefoniert, müssen Sie ihm das sagen.

Aber bitte nicht mit Heularien oder im Gouvernantenton, sondern in einem ruhigen, sachlichen Gespräch. Kann er Ihnen dann klar machen, dass da nichts ist außer Freundschaft, müssen Sie das akzeptieren. Verbote und Forderungen sind Gift. Grenzen setzen. Falls die Ex wegen jeder Kleinigkeit anruft, hilft nur eines: Sagen Sie klipp und klar, dass sie sich dafür einen anderen suchen soll. Bei größeren Problemen kann Ihr Kerl ruhig helfen – zur passenden Zeit.

Vertrauen Sie ihm. Jeder sollte sich seine Freunde selbst aussuchen können – auch wenn es die Ex ist. Schließlich beanspruchen Sie das gleiche Recht für sich selbst. Bloß weil Ex-Partner Freunde bleiben, darf man ihnen keine Liebe oder sexuelle Anziehung unterstellen. Warnung: Schnüffeln und Spionage bringen Sie auf keinen Fall weiter. Im Gegenteil. Wenn Sie dabei erwischt werden, spielen Sie sich ganz schnell selbst ins Aus. Und dahin gehören nun wirklich nicht Sie, sondern seine Ex. In einen öden Pappkarton ganz hinten im Regal. Ihr gehörte möglicherweise die Vergangenheit, aber Ihnen gehört die Zukunft.