Welche Kombi passt?Widder

© Tokio

Widder & Widder
Abteilung Tierdoku: Zwei Widder auf grüner Wiese nehmen Anlauf und rammen sich die Köpfe, einmal, zweimal, dreimal. Irgendwann gibt einer auf und dann können sie zusammen viel Spaß haben: verwandte Seelen auf Adrenalin, die bereit sind, die eigene Hochzeit zu verschieben, wenn es auf der Planstelle brennt. Die es prima finden, dass da jemand ist, der genauso tickt. Bloß das mit der Erbsenzählerei, der Verwaltung, kriegen sie nicht hin.

Widder & Stier
Gute Kombi, wenn beide tolerant sind: Der Widder erobert und zieht weiter, der Stier räumt hinter ihm auf und verwaltet. Nach diesem Prinzip haben Nationen ganze Weltreiche erobert. Der Stier liebt es, auf der Scholle zu sitzen und für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Falls beide sich nicht arrangieren können, gibt’s Dauerzoff, der Widder hält den Stier für übervorsichtig, geizig und nicht innovativ. Und der Stier sieht im Widder einen nervigen Gefahrensucher.

Widder & Zwillinge
Beide eint die Lebhaftigkeit, eine gewisse innere Unruhe und die Jagd nach Spaß und Abwechslung. Der Zwilling liebt es, auf soziale Events zu gehen und sich Hände schüttelnd durch den Raum zu arbeiten, etwas, bei dem der Widderkollege niemals reüssiert, weil er Sätze wie: „Haben Sie zugenommen, gnädige Frau?“ sagt. Was die beiden einzigartig macht, ist die Kombination aus Ideenproduktion (Zwillinge) und Machermentalität (Widder). Was den beiden fehlt, sind Ausdauer, Feeling sowie Realismus. Was den Widder nervt, ist die spitze Zunge des Zwillings, der sich wiederum ärgert, wenn der Widder zu sehr das Alphatier raushängen lässt.

Widder & Krebs
Psycho. Hier treffen Welten aufeinander, die durchaus unvereinbar sein können. Zunächst bewundert der Krebs die Stärke und Entschlossenheit des Widders, aber auf Dauer findet er ihn roh, herzlos und unsensibel. Der Widder kann mit dieser Empfindsamkeit des Krebses wenig anfangen und wird sich öfter mal entschuldigen müssen. Was aber auch nichts hilft, weil der Krebs nachtragend ist. Nur wenn die beiden genügend Abstand voneinander haben, kann der Widder vom Krebs Nachhilfe in Seelenkunde nehmen, und der Krebs hat einen Kollegen, der ihm beibringt, offen zu kämpfen, statt heimlich zu leiden.

Widder & Löwe
Eine Starbesetzung. Alphawölfin (Widder) trifft auf die geborene Königin (Löwe). Ganz selbstverständlich teilen sie die Beute (Kollegen, Kompetenzen, Karriere) unter sich auf, immer auf den eigenen Vorteil bedacht, mit dem instinktiven Wissen, dass sie gemeinsam unschlagbar sind. Der Löwe wird dem Widder bei seinen Abenteuern den Rücken freihalten. Dafür lässt er ihn die heiklen Aufgaben erledigen. Das geht nur gut, solange der Löwe keine Unterwerfung erwartet. Unter Umständen sind die beiden genau die Kollegen, die es immer wieder schaffen, andere arbeiten zu lassen, um dann die Erfolge lautstark für sich selbst zu reklamieren.

Widder & Jungfrau
Das ist die Kombination „Ungezogener Junge/Mädchen und die Gouvernante“. Hört sich anstrengend an, ist es auch. Nie wieder wird der Widder einen Tag erleben, an dem er nicht hört: „Du hast vergessen …“ Dafür muss er sich aber auch nie wieder wirklich Gedanken über Vergessenes machen. Das erledigt die Jungfrau. Meistens kriegt sie kein Lob dafür, sondern einen Anraunzer. Denn ihre Pingeligkeit strapaziert die Nerven des Widders. Dabei ergänzen sich die beiden bestens.


Die Waage ist vor allem sophisticated. Der Widder ist vor allem nicht sophisticated. Da diese beiden Sternzeichen sich im Tierkreis gegenüberliegen sind sie Gegenpol und Ergänzung des jeweils anderen. Deswegen schätzen sie sich auch. Mit der Waage kommuniziert der Widder auf Augenhöhe, ist bereit zu akzeptieren, dass sie einfach anders ist. Was die Waage toll findet, sind die Vitalität, der Mut und die Entscheidungsfreudigkeit des Widders. Was sie ärgert, ist, dass man mit ihm die Dinge nicht gemütlich ausdiskutieren kann. Was den Widder nervt, ist der Umstand, dass er die Waage immer zum Jagen tragen muss – sie trödelt, er sprintet.

Widder & Skorpion
Der Widder hat keinerlei Berührungsängste, wenn Ärger, Leidenschaft oder Wut überkochen. Der Skorpion auch nicht, nur würde er seine Gefühle niemals zeigen. Er versteht den Widder, findet aber, dass der Kollege öfter mal den Mund halten sollte. Beide sind Krieger und verachten Softies. Was der Widder an Dynamik zu viel hat, macht der Skorpion mit seinem Tiefgang wett. Und er weiß instinktiv, wie er den Widder ausbremsen oder vor sich selbst schützen kann, ohne dass der das merkt. Wenn der Skorpion sich zu sehr in ein Problem verbeißt, schubst ihn der Widder wieder in die Umlaufbahn. Ist der Skorpion-Kollege allerdings ein Fiesling, wird der naive Widder es als Letzter merken, wenn der Skorpion ihn mobbt.

Widder & Schütze
Beide neigen zum Überschwang und zu großen Gesten, sind optimistisch und nehmen sich im großen und Ganzen so, wie sie sind. Sie sind gerade heraus, sagen, was sie denken, und finden das auch beim anderen gut. Das spart langes Taktieren und beschleunigt innerbetriebliche Abläufe. Was den Widder nerven könnte, wären die philosophischen Anwandlungen des Schützen und dass er es nicht lassen kann, den Oberlehrer zu spielen. Diese ganze Denkerei und Rederei ist in seinen Augen vergeudete Zeit, in der man schon längst ganz viel erledigt haben könnte.

Widder & Steinbock
Hier reibt es sich. Der Widder darf nicht erwarten, dass der Steinbock sein Sponti-Dasein versteht oder gutheißt. Der ist bedächtig und vorsichtig – Eigenschaften, die dem Widder fremd sind. Sie reden aneinander vorbei, weil der Widder glaubt, den Erfolg schon so gut wie in der Tasche zu haben, während der Steinbock noch dabei ist, das Problem zu strukturieren. Was der Widder gar nicht versteht, ist die Solo-Nummer des Steinbocks, der sich lieber mit seinem Innenleben beschäftigt, als sich nach der Arbeit mit Kollegen zu treffen.

Widder & Wassermann
Ü-Ei trifft Knalltüte. Beide schätzen das Neue, Unbekannte, das Abenteuer. Wobei dem Wassermann theoretische Abenteuer reichen. Weder Wassermann noch Widder sind gut im Durchhalten oder scharf drauf, angefangene Arbeiten zu Ende zu führen, und sind im Leid vereint, wenn sie genau das tun müssen. Eintönige Routine wissen beide aber in aller Regel gekonnt zu umgehen. Was nicht so gut hinhaut, ist die Gefühls-ebene: Da findet der Wassermann den Widder zu irdisch, zu fordernd („Sag mir, wie toll ich bin!“). Umgekehrt hält der Widder den Wassermann für eher kühl und intellektuell.

Widder & Fische
Keine Wesensverwandtschaft: Sie sind sich eher fremd. Der Widder, der den Fisch bestürmt, wundert sich, warum der so verschnupft reagiert. Er hat doch nichts getan, außer mal ein bisschen für Action zu sorgen. Macht doch Spaß. Im Umgang mit dem Fisch muss der Widder sich schwer zusammenreißen, was ihm gar nicht liegt. Der Fisch wird zwar versuchen, sich anzupassen und es dem Widder recht zu machen, aber er leidet dabei. Wenn er der Märtyrer-Typ ist, hat er Glück gehabt. Endlich darf er wieder leiden! Was er am Widder auf jeden Fall bewundert, sind dessen Mut und Entscheidungsfreude.